Nachtslalom in Madonna di Campiglio - Marco Schwarz hadert nach Debakel bei Aus im ersten Lauf: "Einfach schlecht!"
Publiziert 08/01/2026 um 08:43 GMT+1 Uhr
Marco Schwarz ist nach dem Nachtslalom in Madonna di Campiglio hart mit seiner eigenen Leistung ins Gericht gegangen. "Das war einfach schlecht", schimpfte der 30-jährige Österreicher gegenüber dem "ORF", nachdem er es in Italien als 36. des ersten Laufes mit 2,13 Sekunden Rückstand auf den führenden Finnen Eduard Hallberg nicht in den zweiten Durchgang geschafft hatte.
Highlights: Noel und Hallberg im Hundertstel-Krimi
Quelle: Eurosport
"Beim Einfahren hatte ich eigentlich ein brutal gutes Gefühl. Aber der Rest hat nicht viel mit Slalomfahren zu tun gehabt. Am Material hat es nicht gelegen, ich muss mich selbst an die Nase fassen", schüttelte Schwarz den Kopf.
Rund einen Monat vor den Olympischen Spielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo (vom 6. Februar bis 22. Februar 2026 live bei Eurosport und discovery+) läuft es für die Slalom-Männer des Österreichischen Ski-Verbandes (ÖSV) noch gar nicht.
In Madonna di Campiglio lag Michael Matt als bester ÖSV-Athlet des Tages 87 Hundertstel zurück und wurde Zwölfter. Dahinter folgte Johannes Strolz auf Rang 17 (+1,92 Sekunden), während in Manuel Feller der dritte ÖSV-Läufer im Finale ausschied.
Der best-platzierte Österreicher in der Slalom-Weltcup-Wertung ist Matt, der mit 89 Zählern auf Position zwölf liegt. Spitzenreiter Timon Haugan (Norwegen) ist mit 285 Punkten bereits weit enteilt.
ÖSV-Herren mit rätselhafter Slalom-Schwäche
Die Schwäche bei der Zeitenjagd durch den Stangenwald sticht auch deswegen so heraus, weil die ÖSV-Herren sowohl im Super-G als auch im Riesenslalom zur absoluten Weltspitze gehören.
Stefan Brennsteiner (305) führt die Riesenslalom-Wertung sogar noch vor Dominator Marco Odermatt (300) und Schwarz (252) an, während sich im Super-G drei Österreicher auf den Plätzen zwei (Vincent Kriechmayr), drei (Raphael Haaser) und vier (Schwarz) hinter Odermatt tummeln.
Im Gesamt-Weltcup ist Schwarz (451) zwar bereits deutlich hinter dem Schweizer Odermatt (855) zurück, ist aber als Zweiter der Beste aus dem Rest der Welt.
Einzig die Abfahrtsmannschaft, in der Kriechmayr als bester ÖSV-Mann Neunter ist, erlebt eine vergleichbar schwierige Zeit wie die Slalom-Abteilung.
ÖSV-Coach zu Slalom-Problem: "Wissen, woran es liegt"
Cheftrainer Marko Pfeifer kritisierte neben den "zu leichten Kurssetzungen" auch die Fahrweise seiner Athleten. "Es geht nur mit Vollgas", forderte der Hauptübungsleiter.
Die Probleme seien bekannt, doch die Umsetzung der Lösung gelinge dem Team noch nicht: "Wir wissen, woran es liegt, es ist auch daran gearbeitet worden. Es gelingt uns aber nur phasenweise für ein paar Schwünge. Und natürlich: Jedes Rennen, das vergeht, in dem man nicht das Resultat hat, nagt am Selbstvertrauen."
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Herzschlagfinale in Madonna: Hallberg verpasst ersten Weltcupsieg
Quelle: Eurosport
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