Sofia Goggia holte sich Tipps und Trost bei Fußball-Legende Roberto Baggio: "Er half mir aus dieser schweren Zeit"
VonLukas Fegers
Publiziert 07/01/2026 um 14:10 GMT+1 Uhr
Nach ihrem komplexen Schienbeinbruch vor zwei Jahren gestaltete sich der Weg für Sofia Goggia zurück auf die Wettkampfbühne schwierig. In einem Interview mit der italienischen Tageszeitung "Corriere della Sera" berichtete die Skirennfahrerin nun, was ihr in dieser harten Zeit unter anderem half: Ein Gespräch mit Fußball-Legende Roberto Baggio, den sie dafür extra in dessen Zuhause aufsuchte.
Highlights: Goggia schlägt Vonn und feiert ersten Saisonsieg
Quelle: Eurosport
Die Initiative zum Treffen im Frühling 2024 sei von ihr ausgegangen, sagte Goggia. Sie habe Baggio darum gebeten, da sie wisse, "wie sehr er während seiner Karriere von Verletzungen gebeutelt wurde. Ich musste wissen, welche Motivationen er hatte, um sich immer zurückzukämpfen."
In den 1990er-Jahren war Baggio einer der besten europäischen Fußballer. Mit Juventus Turin und der AC Mailand gewann er zweimal den Meistertitel in der Serie A, im Jahr 1993 wurde er sogar zum Weltfußballer gekürt. Neben den Höhen durchlebte er jedoch verletzungsbedingt auch viele Tiefen, riss sich unter anderem zweimal das Kreuzband.
Das machte den heute 58-Jährigen für Goggia zum perfekten Gesprächspartner. Also sei sie zu ihm gefahren und habe lange mit ihm gesprochen.
"Ich war überzeugt, dass Verletzungen das Produkt innerer Konflikte seien. Ich musste mit jemandem sprechen, der mich verstehen konnte", sagte Goggia im Gespräch mit der "Corriere della Serra".
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Auch dank Roberto Baggio hat Sofia Goggia zurück zu alter Stärke gefunden.
Fotocredit: Getty Images
Baggio half Goggia aus "schwerer Zeit"
Baggio habe ihr gespannt zugehört und anschließend auch das Zimmer gezeigt, in dem er als bekennender Buddhist jeden Tag betet, berichtete die 33-Jährige.
Irgendwann habe er sie angesehen und gesagt: "Du musst für dich selbst entscheiden, der Rest macht einen nur verrückt." Das habe ihr sehr geholfen, so Goggia, denn: "An seiner mentalen Stärke zu arbeiten, tut sehr gut. Es hilft, sich mit sich selbst und unter anderen wohlzufühlen."
Ihr Fazit: Das Treffen mit Baggio sei wichtig gewesen, "er half mir aus dieser schweren Zeit".
Goggia peilt nächste Olympia-Medaillen an
Inzwischen ist die Italienerin wieder in die alpine Weltspitze zurückgekehrt. Zwei Jahre nach ihrem niederschmetternden Schien- und Wadenbeinbruch geht sie bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo (6. bis 22. Februar live bei Eurosport und discovery+) als eine der großen Medaillenfavoritinnen ins Rennen.
Nach Gold 2018 in Pyeongchang und Silber 2022 in Peking - jeweils in der Abfahrt - will die Speed-Spezialistin als Lokalmatadorin ihr olympisches Palmarès weiter aufstocken. Dass sie den Mut und den Tatendrang dafür hat, ist auch Ex-Fußballer Baggio zu verdanken.
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"Überragende Fahrt": Goggia fast fehlerfrei zur Bestzeit
Quelle: Eurosport
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