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Marcel Hirscher spricht in Fan-Talk über Schattenseiten von Erfolg und Spitzensport: "Es war too much"
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Publiziert 10/11/2021 um 17:50 GMT+1 Uhr
Marcel Hirscher ist einer der erfolgreichsten Skirennläufer der Geschichte, gewann acht Mal den Gesamtweltcup, sieben Weltmeisterschaften und zwei Olympische Goldmedaillen. Im Rahmen eines Fan-Talks hat der frühere Spitzenathlet nun überraschend offen über die Abgründe des Spitzensportes und des Erfolges gesprochen. "Jeder Beruf hat seinen Preis", sagte der 32 Jahre alte Österreicher.
Marcel Hirscher
Fotocredit: Getty Images
"In meinem Fall war das ein ziemlich fetter", gab Hirscher offen zu, wie die "Kronen Zeitung" berichtet.
Der Slalom- und Riesenslalomspezialist stellte sogar in Frage, ob er diesen Preis mit der Erfahrung von über zwölf Jahren im Rennzirkus noch einmal aufbringen würde: "Ich weiß nicht, ob ich aus heutiger Sicht bereit wäre, den so noch einmal zu zahlen", hinterfragte der 67-fache Weltcup-Sieger und gab selbst die Antwort: "Wahrscheinlich nicht."
Vor allen Dingen der Arbeits- und Leistungsdruck machten dem heute 32-Jährigen zu schaffen: "Es war beinhart und too much, um ehrlich zu sein."
Dieser Druck ging sogar so weit, dass Verletzungspausen für den ehemaligen Spitzenathleten beinahe eine Erleichterung darstellten. "Boah, endlich darf ich drei, vier Wochen nichts tun", habe er damals zu seinem Medienbetreuer nach einer Diagnose gesagt, wie er im Fan-Talk offenlegt. "Es nahm den Druck raus", so Hirscher.
Fokus auf Familie
Auch seiner Jugendzeit trauert Hirscher heute nach: "Ich hatte kein Leben wie andere in meinem Alter. Während andere feiern gingen, musste ich mich auf das nächste Rennen vorbereiten", erklärte der zweifache Vater vor rund 100 Zuhörern auf der Burg Kaprun im Salzburger Land. Er könne sich an keinen Tag erinnern, "an dem ich einfach faul auf der Couch gelegen wäre".
Im September 2019 hatte Hirscher seine aktive Laufbahn beendet. Bereits damals - im Alter von 30 Jahren - hatte er angedeutet, dass er sich nach dem Leben abseits des Skisports sehnte: "Ich will in Zukunft mit meinem Sohn Fußball spielen, in die Berge gehen, ohne Verletzungen auskurieren zu müssen", hatte Hirscher bei seinem Rücktritt erklärt.
Umso wichtiger ist es für den Österreicher nun, dass seine eigenen Kinder eine unbeschwerte Jugend haben: "Sie sollen ein Leben ohne Druck und abseits der Öffentlichkeit führen", sagte Hirscher.
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Quelle: SID
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