Matthias Mayer will als Vorläufer bei WM 2025 in Saalbach starten: Comeback "light" nach mentalen Problemen
Update 23/12/2024 um 21:25 GMT+1 Uhr
Nach Marcel Hirscher und Lindsey Vonn kündigt in Matthias Mayer der nächste zurückgetretene Ski-Rennprofi sein Comeback an - zumindest als "Light"-Version. Der dreifache Olympiasieger will bei der Ski-Weltmeisterschaft im Februar in Saalbach als Vorläufer an den Start gehen. Nach psychischen Problemen verfolgt der Österreicher aber derzeit keinen konkreten Comeback-Plan, wie er verriet.
Matthias Mayer
Fotocredit: Imago
Im Gespräch mit der "Kleinen Zeitung" offenbarte der 34-Jährige, "mit einer mentalen Überforderung zu kämpfen gehabt" zu haben. Diese äußerte sich speziell zu Beginn dieses Jahres. Im Januar war Mayer bei einer Veranstaltung in Kitzbühel des Saals verwiesen worden.
Der ÖSV ging damals mit einer Pressemitteilung an die Öffentlichkeit: "Wir mussten heute mit Bedauern zur Kenntnis nehmen, dass Matthias Mayer seine gesundheitlichen Probleme, mit denen er schon seit längerer Zeit kämpft, noch nicht überwunden hat."
Seine Gedanken seien damals "ein wenig durcheinander" gewesen, gab Mayer nun zu. Jetzt aber scheinen diese Probleme der Vergangenheit anzugehören. Auch, weil Mayer sich wegen seiner "mentalen Überforderung", wie er es nennt, Hilfe gesucht hat.
"Nach Kitzbühel ist es mir nicht gut gegangen", sagte er: "Da habe ich gemerkt: Ich brauche jemanden von außen, der mir hilft, der das beurteilt. Diese Hilfe habe ich mir dann auch geholt." Nun könne er allerdings behaupten, "dass ich 100-prozentig fit bin und dass es mir mental gut geht".
Mayer über Druck als Abfahrer: "Schwieriges Thema"
Die Gründe für die Überforderung seien dabei mannigfaltig gewesen, erklärte Mayer gegenüber der "Kleinen Zeitung".
"Es gab viele Ursachen. Das Leben im Allgemeinen gesehen, wenn man den Leistungssport 30 Jahre intensiv durchzieht. Auch mein Vater war ja Ski-Weltcup-Athlet, ich wurde da ja irgendwie hineingeboren. Aber ich habe das angenommen und gern gemacht. Jetzt, wo ich das – wie beschrieben – auch ein bisschen anders sehe, ist mehr Ruhe eingekehrt", so der Österreicher.
Auch der besondere Druck, unter dem die Abfahrer als "gestandene Mannsbilder" stehen, habe dazu beigetragen: Schwächen zu zeigen, sei im Ski-Zirkus "ein schwieriges Thema".
Mayer bei WM 2025 als Vorläufer dabei
Nun habe er aber einen "speziellen Plan", so Mayer. Bei der WM in Saalbach im Februar 2025 wolle er als Vorläufer fahren: "Dafür trainiere ich schon. Und darauf freue ich mich. Ich habe ja nie aufgehört zu trainieren, das Training habe ich intensiviert."
Einen konkreten Comeback-Plan wie Lindsey Vonn oder Landsmann Marcel Hirscher verfolge der Österreicher dabei nicht.
Eine Hintertür ließ sich Mayer dennoch offen: "Ich habe keine konkreten Pläne, wie gesagt. Aber ich habe ein Comeback nie ausgeschlossen - aber auch nie zugesagt."
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Quelle: Eurosport
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