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Neureuther verpasst Slalom-Weltcup
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Publiziert 22/03/2015 um 12:03 GMT+1 Uhr
Felix Neureuther hat nach einem verkorksten Rennen beim Saisonfinale im französischen Méribel den Gesamtsieg im Slalom-Weltcup verpasst. Der WM-Dritte kam im letzten Torlauf des Winters nicht über Platz zwölf hinaus und musste die kleine Kristallkugel seinem Konkurrenten Marcel Hirscher aus Österreich überlassen, der seinen dritten Saisonsieg im Slalom holte.
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Fotocredit: Eurosport
Neureuther lag nach sieben Podestfahrten in neun Rennen vor dem Finale mit 55 Punkten vorne. Doch dann verpatzte er nach seinem Aus beim Riesenslalom am Vortag, bei dem Fritz Dopfer auf Platz zwei fuhr und sich Hirscher zum vierten Mal den Gesamtweltcup holte, schon den ersten Lauf auf der Piste "Roc de Fer" (Eisenfelsen) - Rang 14.
Das hätte noch zum Gesamtsieg im Slalom gereicht, weil Hirscher "nur" auf Platz drei lag. Doch im letzten Lauf des Winters fuhr Neureuther zu dosiert, während Hirscher alles riskierte - und gewann. "Es war ja eigentlich schon entschieden, deshalb konnte ich voll angreifen", sagte Hirscher (26), ehe er sich ebenfalls seinem Rivalen zuwandte: "Für den Felix tut es mir extrem leid. Er ist ein unglaublich guter Slalomfahrer - und ein super Typ." Aber wie im Vorjahr, als Neureuther ebenfalls mit einem Polster ins letzte Rennen gegangen war, ist er jetzt wieder nur die Nummer zwei hinter Hirscher.
Platz vier hätte ihm gereicht, 23 Punkte fehlten letztlich zum vierten Gesamtsieg eines Deutschen nach Markus Wasmeier (Super-G/1986) und Armin Bittner (1989/1990). "Seit der WM bin ich ziemlich platt. Wie hätte Giovanni Trapattoni gesagt? Flasche leer - genau so fühle ich mich", sagte der Partenkirchner über seine abfallende Form seit Slalom-Bronze Mitte Februar. Angeblich hatte er seither wieder mit Rückenproblemen zu kämpfen, von Taubheitsgefühlen im rechten Bein war die Rede. Da schien es kein Zufall, dass ihm sowohl beim "Riesen" als auch beim Slalom in Méribel bei Linksschwüngen Fehler unterliefen.
"Für mich war es trotzdem eine sehr gute Saison", sagte Neureuther angesichts der von körperlichen Problemen überschatteten Vorbereitung. Und überhaupt: "Kinder, es wird so ein Riesending aus der Kugel gemacht, dabei gibt es doch wirklich wichtigere Dinge." Tatsächlich? Zuvor hatte Neureuther von einem "Lebenstraum" gesprochen, der sportlich höher einzuschätzen sei als seine bisher zwei Einzelmedaillen.
Aufgeben wollte er diesen, seinen Traum jedenfalls noch nicht. "Ich werde es nächstes Jahr wieder probieren", kündigte er an.
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