Ski Alpin bei Olympia 2026: Lena Dürr erlebt Drama im Slalom - Mikaela Shiffrin besiegt Fluch bei Winterspielen
Lena Dürr hat bei Olympia 2026 im Slalom ihre erste Einzelmedaille bei Winterspielen dramatisch verpasst. Die 34-Jährige fädelte nach Platz zwei im ersten Durchgang im Finale am ersten Tor ein - das bittere Ende aller Träume. Gold ging an Mikaela Shiffrin aus den USA vor Camille Rast (SUI) und Anna Swenn Larsson (SWE). Emma Aicher, die Silber in Abfahrt und Team-Kombination gewann, wurde Neunte.
Highlights Slalom-Drama: Dürr vergibt Medaille - Shiffrin zaubert
Quelle: Eurosport
Was für ein sportliches Drama in Cortina d'Ampezzo: Bereits vor drei Tagen hatte Lena Dürr im Riesenslalom das Podium vor Augen, fiel im zweiten Durchgang aber von Platz zwei auf neun zurück.
Im Slalom brachte sich die Technik-Spezialistin mit der zweitbesten Fahrt im ersten Lauf in Position, um das ersehnte Edelmetall endlich zu holen.
Es kam anders. Bereits am ersten Tor fädelte Dürr ein und schied aus. "Ich hatte eine Idee, einen klaren Plan - und dann geht das so schnell, dass man es gar nicht versteht", erklärte Dürr im Eurosport-Interview.
Deshalb sei sie auch "erst einmal stehen geblieben dort oben. Man denkt: 'Jetzt bekomme ich ja noch eine Chance!' Das kommt irgendwie nicht im Kopf an und ist es wahrscheinlich jetzt noch nicht", so die 34-Jährige. Es sei eine "Katastrophe, der worst case".
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Am ersten Tor eingefädelt! Drama um Dürr im Slalom
Quelle: Eurosport
Shiffrin distanziert Rivalinnen und bricht Bann
Wie es geht, demonstrierte direkt danach Mikaela Shiffrin, die Gold mit einer brillanten Fahrt souverän unter Dach und Fach brachte. 1,50 Sekunden betrug der Vorsprung auf Rast, 1,71 s waren es auf Bronzemedaillengewinnerin Larsson.
Damit bewies Shiffrin, die in diesem Weltcupwinter bereits sieben Weltcup-Slaloms für sich entschieden hatte, dass sie im Slalom in einer eigenen Liga fährt.
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Überlegen zu Gold! Ski-Königin Shiffrin besiegt Olympia-Fluch
Quelle: Eurosport
Mit der Goldmedaille auf der Tofana beendete die 30-Jährige zudem ihre Durststrecke bei Winterspielen und realisierte ihren dritten Olympiasieg nach 2014 (Slalom) und 2018 (Riesenslalom).
"Es ist verrückt. Du kennst diesen Moment, wenn du die Ziellinie überquerst - und dann sind da Emotionen und gleichzeitig irgendwie nicht. Es ist wirklich schwer zu begreifen und zu verarbeiten", sagte Shiffrin am Eurosport-Mikrofon. "Ich bin hergekommen fürs Skifahren, ich wollte tanzen. Ich wollte einfach diese beiden Läufe fühlen - und jetzt bin ich stolz, aber auch einfach sehr dankbar."
Maze huldigt Shiffrin: "Eine Klasse für sich"
Bei Olympia 2022 verpasste die Rekordweltcupsiegerin überraschend eine Medaille und auch in Cortina blieb ihr in der Team-Kombination und im Riesenslalom der Sprung aufs Podest versagt.
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Shiffrin nach Olympiasieg emotional: "Es ist auch ein Neuanfang"
Quelle: Eurosport
"Es war ein langer Weg von ihrem ersten Gold in Sotschi bis zu diesem. Jetzt kam Mikaela hier her und war schon im ersten Lauf eine Klasse für sich. Im zweiten Durchgang hat sie das wiederholt", erklärte Eurosport-Expertin Tina Maze, die 2014 Olympiasiegerin in der Abfahrt und im Riesenslalom wurde.
Dürr-Fauxpas erinnert an Wasmeier
Für Dürr setzte sich dagegen ein Fluch fort. Vor vier Jahren in Peking führte die gebürtige Münchnerin im Slalom nach dem ersten Lauf, ehe sie durch einen Patzer das Podium als Vierte um sieben Hundertstel verpasste.
- Ski alpin bei Olympia 2026: Alle Ergebnisse und Medaillen in der Übersicht
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Exklusiv: Das sagt Dürr zum Drama im Slalom
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Mit dem Einfädler am ersten Tor in Cortina rief Dürr nun Erinnerungen an Markus Wasmeier wach. Der spätere Doppel-Olympiasieger von Lillehammer 1994 war 1988 in Calgary der große Goldfavorit im Super-G, blieb aber ebenfalls am ersten Tor hängen.
Aicher: "Viel gelernt und eine gute Zeit gehabt"
Emma Aicher zog bei Eurosport derweil ein durchwachsenes bis zufriedenes Slalom-Fazit. "Das war nicht das, was ich machen wollte und ich weiß, dass ich es besser kann. Aber: Manchmal ist es so und ich muss sagen: 'Top Ten bei den Besten der Welt ist nicht schlecht - auch wenn bei Olympia nur die Plätze eins, zwei und drei zählen", betonte die 22-Jährige, die zwei Medaillen aus Italien mit nach Hause nimmt. "Ich habe viel gelernt und eine gute Zeit gehabt hier. Das nehme ich auf jeden Fall mit."
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"Irgendwo ist sie stehengeblieben": Aicher fällt im zweiten Lauf zurück
Quelle: Eurosport
Der Slalom war der letzte Wettbewerb für die Alpinen bei Olympia 2026. Mit den beiden Silbermedaillen zuvor hatte der Deutsche Skiverband seine Bilanz der beiden vorangegangenen Spiele schon übertroffen.
2022 reichte es nur zu Team-Silber (u.a. mit Dürr und Aicher), 2018 hatte es eine Nullrunde gegeben.
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(mit SID)
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Augen zu und genießen: Shiffrin saugt auf dem Podium alles in sich auf
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