Olympia 2026 - Ski Alpin: Mikaela Shiffrin verpasst Medaille in der Team-Kombi - der Ringe-Fluch geht vorerst weiter

Mikaela Shiffrin ist unbestritten die größte Skirennfahrerin in der Geschichte ihres Sports. Sie hat 108 Weltcupsiege gesammelt, dazu 15 WM-Medaillen - darunter acht goldene. Doch ihre Bilanz bei Olympia hält nicht mit den Rekordzahlen ihrer Karriere mit. Nun gab es den nächsten Rückschlag für den US-Star. In der Team-Kombination verspielte sie die Führung und vergab die sicher geglaubte Medaille.

Entscheidung um Gold: Shiffrin zeigt Nerven - Österreich jubelt

Quelle: Eurosport

Ihre Teamkollegin und Jugendfreundin Breezy Johnson hatte in der Abfahrt vorgelegt. Nach ihrem Gold in der Spezial-Abfahrt übergab sie in Führung liegend an die dominante Slalom-Fahrerin dieses Jahres - und dieser gesamten Alpin-Generation.
Sieben von acht Slalom-Rennen hatte Shiffrin in dieser Saison gewonnen, aber auf dem kurzen, weniger anspruchsvollen Hang in Cortina konnte sie nicht wie gewohnt glänzen. Eine ganze Sekunde verlor sie in dem kurzen Lauf auf die beste Slalom-Fahrerin des Tages, Emma Aicher. Aus sechs Hundertstel Vorsprung auf das österreichische Duo aus Ariane Rädler und Katharina Huber wurden 0,31 Sekunde Rückstand - und Platz vier.
"Mikaela zeigt eigentlich jedes Wochenende, dass sie im Slalom unschlagbar ist", sagte Aicher, die an der Seite von Kira Weidle-Winkelmann die Silbermedaille gewann. "Heute hat man gesehen, dass sie einfach ein Mensch ist und keine Maschine. Vielleicht war es heute einfach ein schlechter Tag, aber für den Slalom muss man sie trotzdem auf der Rechnung haben."
Shiffrin "menschelt" gerade bei den Olympischen Spielen regelmäßig - ausgerechnet auf der größten Bühne, vor allem für die US-Fans, für die Weltcups und WM-Medaillen im Vergleich wenig zählen.
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Silber-Coup für Deutschland: Die Highlights der Team-Kombination

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Shiffrin: Gemischte Ergebnisse bei Olympia

Sie hat auch "ihre" olympischen Medaillen gewonnen. 2014 holte sie Gold im Slalom, 2018 im Riesenslalom. 2022 in Peking sollten ihre Triumphspiele werden. Sie war auch in den Speed-Disziplinen überragend, in Slalom und Riesenslalom gewohnt dominant.
In den technischen Disziplinen aber schied sie jeweils nach wenigen Sekunden aus, in der Kombination scheiterte sie ebenfalls im Slalom. In Super-G und Abfahrt war sie chancenlos, beim damals noch veranstalteten Team-Event landete die USA auf Platz vier. Null Medaillen bei sechs Versuchen, indiskutabel für eine Fahrerin von Shiffrins Format.
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Drama um Shiffrin: Doppelter Olympia-Tiefschlag für Seriensiegerin

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Bei der Pressekonferenz vor der Team-Kombination nahm sie dieses Debakel von Peking mit Humor: "Danke, dass ihr ein Bild genommen habt, das mich stehend zeigt", sagte sie mit Blick auf ein Poster ihm Raum, das sie in Fahrposition abbildet.
Noch am Tag vor dem Start wirkte Shiffrin extrem locker. In einem Instagram-Reel sprach sie lange über einen kleinen "Rasier-Fauxpas" an ihrer Augenbraue. Ein wenig plaudern zu den Followern, gelöster Blick hinter die Kulissen.

Olympia 2026: Der Druck steigt für Shiffrin

Auf der Piste steigt der Druck für die US-Dominatorin. Als amtierende Weltmeisterin und mit der Olympiasiegerin an der Seite war eine Medaille bei ihrem ersten Event fest eingeplant. Nun hat sie mit Riesenslalom und Slalom nur noch zwei Chancen.
"Mikaela ist eine unglaublich sensible Läuferin", sagte der Olympia-Zweite von 1988, Frank Wörndl, auf Nachfrage von Eurosport. "Das weiß man. Offenbar hat sie bei Olympia nicht das 'US-Gen'. Während die Amerikaner oft bei Olympia über sich hinauswachsen, wackelt Shiffrin gerne. So geschehen bei Peking 2022, wo sie kein Ergebnis einfahren konnte."
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Blech in der Team-Kombination: Lechner zeigt Shiffrins Fehler auf

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Shiffrin selbst will aus der Slalom-Niederlage in der Team-Kombination kein großes Ding machen. "Ich würde es 'süßbitter' nennen anstatt 'bittersüß'", sagte sie den US-Medien nach der Fahrt und zeigte sich mit olympischem Sportgeist als faire Verliererin. Denn Shiffrin freute sich für ihre US-Kolleginnen Jacqueline Wiles und Paula Moltzan, die auch dank ihres missglückten Auftritts Bronze gewannen.
"Ihr habt euch das beide mit eurem Herzen und eurer ganzen Seele verdient - und nicht nur mit dem, was ihr heute investiert habt. Sondern durch das, was ihr in den vergangenen vier, acht oder 30 Jahren gegeben habt", betonte Shiffrin auf einer teaminternen Feier.
Über die Ziellinie zu fahren und dort Johnson, Wiles und Moltzan zu umarmen, sei "eine der größten olympischen Erfahrungen", die sie je erlebt habe, so Shiffrin: "Ich war noch nie in einer solchen Situation, eine Medaille auf diese Weise mit jemandem aus unserem Team zu feiern."

Rebensburg: Mit Shiffrin ist weiterhin zu rechnen

Für ihren Auftritt im Spezialslalom konnte sie derweil auch etwas mitnehmen. Sie müsse lernen "diese Piste besser zu attackieren", sagte Shiffrin den US-Medien. Sie sei nicht sehr glücklich mit ihrem Komfort-Level in ihrem ersten Rennen gewesen.
Ähnlich argumentierte auch Eurosport-Expertin Viktoria Rebensburg. "Sie ist einfach nicht so in den Rhythmus reingekommen", analysierte die 36-Jährige den Lauf der US-Amerikanerin: "Irgendwas hat sie zurückgehalten. Ich dachte schon, dass sie stärker aus den Olympischen Spielen vor vier Jahren zurückgekommen ist, dass sie einen Umgang damit gefunden hat. Aber man merkt immer noch, dass der Druck doch sehr groß ist."
Rebensburg rechnet - wie Aicher - im Slalom weiterhin mit Shiffrin: "Es war in der Vergangenheit öfter so, dass sie sich im ersten Lauf noch herantastet und im zweiten dann richtig gut ist. Den gab es heute natürlich nicht, vielleicht war das ein Problem. Ich glaube schon, dass sie hier in Cortina noch etwas reißen wird."
Am 15. Februar (10:00 Uhr live auf Eurosport und HBO Max) bekommt Shiffrin im Riesenslalom die nächste Chance, ihre olympische Geschichte umzuschreiben.
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Siegerehrung: Aicher und Weidle-Winkelmann jubeln über Silber

Quelle: Eurosport


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