Olympia 2026: Victor Muffat-Jeandet als 14. des Slalom-Weltcups nicht für Frankreich nominiert – 36-Jähriger reagiert wütend
Update 28/01/2026 um 05:21 GMT+1 Uhr
Victor Muffat-Jeandet ist trotz seines aktuell 14. Platzes in der Slalom-Weltcupwertung nicht vom französischen Skiverband für die Olympischen Winterspiele 2026 nominiert worden. Für den 36-Jährige war es die wohl letzte Chance auf eine weitere Teilnahme. Auf Instagram ließ er seinen Emotionen freien Lauf: "Es ist schwer, dem Klischee des Franzosen zu entsprechen, der sich ständig beschwert."
Victor Muffat-Jeandet regte sich nach seiner verpassten Olympia-Teilnahme ordentlich auf
Fotocredit: Getty Images
Muffat-Jeandet argumentierte: "Ich bin derzeit 14. in der Gesamtwertung des Slalom-Weltcups. Seit über einem Jahr bin ich bei keinem einzigen Weltcup-Rennen aus den Top 20 herausgefallen. Der Sport war noch nie so umkämpft und anspruchsvoll wie heute, und ich hätte möglicherweise mit der Startnummer 8 im olympischen Slalom an den Start gehen können."
Im Slalom-Ranking stehen derzeit drei Landsmänner vor ihm: Clement Noel (2.), Paco Rassat (5.), und Steven Amiez (13.). Alle drei wurden für die Winterspiele nominiert. Außerdem dabei sind Maxence Muzaton (Abfahrt), Léo Anguenot (Riesenslalom), Nils Allègre und Nils Alphand.
Frankreich war ursprünglicherweise von elf Ski-Startplätzen für die Herren ausgegangen, erhielt von der FIS letztlich allerdings nur sieben. Derzeit besteht noch Hoffnung auf einen achten Starter.
Muffat-Jeandet beklagte die neue Verteilung bei Olympia, die "kleine" Nationen bevorzuge. Über ebendiese Regel hatte sich zuletzt auch Ex-Profi Felix Neureuther beklagt.
Muffat-Jeandet: "Was für eine Schande, was für eine Respektlosigkeit"
Der 36-jährige Muffat-Jeandet, wohl mit dem Gedanken seine letzte Chance auf eine weitere Olympia-Teilnahme nach Pyeongchang 2018 verpasst zu haben, schrieb von einer "Ungerechtigkeit".
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Quelle: Eurosport
"Meine olympische Flamme und meine Werte haben gerade einen schweren Schlag erlitten. Welches Bild vermitteln wir den jungen Generationen, die beim Ausüben ihres Sports träumen, wenn Events, Spektakel und Politik Vorrang vor Arbeit und Ergebnissen haben?", schrieb er in dem 16-seitigen Post: "Was für eine Schande, was für eine Respektlosigkeit gegenüber den Athleten und Mitarbeitern, die ihr ganzes Leben lang jeden Tag alles geben, um ihre Träume zu verwirklichen. Am Ende sind es immer sie, die die Zeche zahlen."
Auch Muffat-Jeandets Kollege Alexis Pinturault wird die Olympischen Winterspiele 2026 verpassen.
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