Olympia 2026: Justin Murisier kritisiert das aktuelle System aufgrund der Alpin-Exoten: "Nicht im Sinne des Sports"

In den allermeisten Verbänden müsste sich Justin Murisier wohl keine Sorgen um seine Olympia-Teilnahme machen. Im Schweizer Team verpasste der 34-Jährige die Selektionskriterien um acht Hundertstel - auch wegen anhaltender Kniebeschwerden. Dass durch das System auch Exoten an den Start gehen, die nicht konkurrenzfähig sind, stößt Murisier sauer auf: "Das ist keine gute Werbung für unseren Sport."

"Favoriten sind geschlagen": Murisier sorgt für Paukenschlag

Quelle: Eurosport

"Ursprünglich", so der Schweizer im "Blick", habe er sich "vorgenommen, dass ich mir die Olympischen Spiele nicht anschaue. Im Endeffekt habe ich dann aber doch alle Skirennen im Fernseher angeschaut."
Dabei sah Murisier aber nicht nur seinen hochklassigen Kollegen aus dem Weltcup zu, sondern - wie bei Olympia üblich - auch dem ein oder anderen der sogenannten Ski-Exoten.
"Es macht mich traurig, wenn in der Abfahrt gerade mal 34 Rennfahrer am Start stehen, von denen höchstens 25 richtig gut Skifahren können", sagte der Abfahrtssieger von Beaver Creek 2024.
Es könne nicht sein, dass potenzielle Goldmedaillengewinner "zu Hause bleiben müssen und beim wichtigsten Rennen der letzten vier Jahre irgendwelchen Exoten zuschauen müssen", stellte Murisier klar.

Murisier schlägt Regeländerung vor

Der 34-Jährige, der 2025 Siebter im Abfahrtsweltcup wurde, erklärte seinen Frust: "Im Weltcup liegen die Top 30 nach dem ersten Lauf manchmal innerhalb von zweieinhalb Sekunden, doch nach dem ersten Durchgang im Olympia-Slalom lag der Dreißigste über acht Sekunden hinter der Bestzeit. Das ist keine gute Werbung für unseren Sport", betonte er.
Gleichzeitig stellt er klar, dass er "nichts gegen Alpin-Exoten bei Olympischen Spielen habe". Für mehr Ausgeglichenheit schlug er aber eine Regeländerung vor: "Vor diesen Exoten müssten die Top 30 in der Weltrangliste ins Rennen gehen."
Der Ire Cormac Comerford kam in der Abfahrt mit über zwölf Sekunden Rückstand ins Ziel

Der Ire Cormac Comerford kam in der Abfahrt mit über zwölf Sekunden Rückstand ins Ziel

Fotocredit: Getty Images

Das olympische System schreibt für jeden Verband die Nominierung von maximal elf Alpin-Athleten pro Geschlecht vor.
Bei einer Konkurrenzsituation wie jener in der Schweiz kommen so auch Topfahrer auf die Streichliste. "Das ist nicht im Sinne des Sports", betonte Murisier.
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Quelle: Eurosport


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