Österreicher Richard Leitgeb wechselt zum ungarischen Verband - für bessere Chancen auf Weltcup-Teilnahme

Der Österreicher Richard Leitgeb hat die Ski-Stars Marcel Hirscher und Lucas Braathen nachgeahmt und die Nation gewechselt: Der 30-Jährige geht künftig für Ungarn an den Start. Der Grund dafür: Leitgeb erhofft sich dadurch bessere Chancen auf Teilnahmen an großen Rennen wie im Weltcup. 2017 war er aus Qualitätsgründen aus dem österreichischen Weltcup-Kader geworfen worden.

Richard Leitgeb fährt künftig für Ungarn

Fotocredit: Getty Images

"Das Schwierigste war, all dies zu tun, ohne zu wissen, ob es jemals erfolgreich sein wird", beschreibt Leitgeb den Prozess des Nationenwechsels auf "gofundme.com". Dort wirbt er für Spenden, um trotz finanziellen Hindernissen zumindest weiterhin für Ungarn weiterhin an Rennen teilzunehmen - und erhielt bisher über 10.000 Euro.
2023/24 waren insgesamt 23 Österreicher in Weltcup-Rennen gestartet – aber kein einziger Ungar.
Drei Jahre war Leitgeb zuletzt nicht gefahren. Währenddessen setzte er sich bürokratisch mit der FIS auseinander. Ein weiteres Hindernis war sein FIS-Ranking mit Platz 1375. Um dieses zu verbessern, flog er nach Südamerika, um an einigen Rennen teilzunehmen. In allen sechs Rennen landete er auf dem Podest, drei davon gewann er. Danach stand er auf Rang 81 und hat bessere Chancen auf Weltcup-Teilnahmen für Ungarn.
Nationen-Wechsel waren zuletzt keine Seltenheit im Skisport. Hirscher war vom österreichischen zum niederländischen Verband gewechselt, Brathen startet bald für Brasilien statt Norwegen
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Quelle: Eurosport


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