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Ski Alpin bei Olympia 2018: Abfahrts-Gold für Aksel Lund Svindal

Mit Video | Norwegen feiert Abfahrts-Doppelsieg, Dreßen frustriert
Von SID

15/02/2018 um 04:49Aktualisiert 15/02/2018 um 08:28

Thomas Dreßen hat die erste deutsche Olympia-Medaille in der Abfahrt seit 1964 verpasst. Der 24-Jährige wurde auf der "Jeongseon Downhill" mit 0,78 Sekunden Rückstand auf Sieger Aksel Lund Svindal aus Norwegen Fünfter. Hinter dem zweimaligen Abfahrts-Weltmeister sorgte Kjetil Jansrud (+0,12) für einen norwegischen Doppelsieg, Bronze ging an Weltmeister Beat Feuz aus der Schweiz (+0,18).

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Video - Abfahrts-Gold! So raste Svindal zum Olympiasieg

02:25

Bronze ging an Weltmeister Beat Feuz aus der Schweiz (+0,18).

Thomas Dreßen hat somit die erste deutsche Olympia-Medaille in der Abfahrt seit 1964 verpasst. Der 24-Jährige aus Mittenwald, der nach seinem Triumph beim Klassiker in Kitzbühel im Januar zum Kreis der Anwärter auf Edelmetall in Südkorea gehört hatte, wurde auf der "Jeongseon Downhill" mit 0,78 Sekunden Rückstand auf Sieger Aksel Lund Svindal aus Norwegen Fünfter.

Mit der Startnummer eins hatte Dreßen am Berg Gariwang die Richtzeit von 1:41,03 Minuten aufgestellt, doch er wurde von den Favoriten schnell durchgereicht. In der Kombinationsabfahrt am Dienstag war er ebenfalls als Erster gestartet und hatte die Bestzeit erzielt. Auch Andreas Sander verpasste als guter Zehnter eine Überraschung (+1,37).

Dreßen: "Freche Linie wäre drin gewesen"

"Im Großen und Ganzen war die Fahrt okay, eine frechere Linie wäre drin gewesen. Die Enttäuschung ist schon groß, eine Medaille hatte ich mir schon vorgenommen. Aber ganz so schlecht habe ich mich nicht verkauft", sagte Dreßen, dem sechs Zehntelsekunden auf eine Medaille fehlten.

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Video - Frustrierter Dreßen nach geplatzem Medaillentraum: "Fahr nicht her, um 15. zu werden"

01:06

Die einzigen deutschen Medaillengewinner in der Abfahrt bleiben damit weiterhin Wolfgang Bartels als Dritter 1964 in Innsbruck und Hans-Peter Lanig, der vier Jahre zuvor Silber in Squaw Valley geholt hatte.

Svindal erlöst Norwegen von "Fluch"

Svindal erlöste derweil Norwegen von einem "Fluch", wie die einheimischen Zeitungen vor dem Rennen die Abfahrts-Durststrecke beschrieben hatten. Der Super-G-Olympiasieger von Vancouver 2010 und fünfmalige Weltmeister, schon 35 Jahre alt, holte das erste olympische Abfahrtsgold für sein Land überhaupt. Für ihn war es die Krönung einer grandiosen Karriere.

"Oben war ich nicht so richtig im Rhythmus, aber vom zweiten Sprung an bin ich um mein Leben gefahren", sagte Svindal. Silber holte sein Landsmann Kjetil Jansrud (+ 0,12 Sekunden) vor dem Schweizer Top-Favoriten Beat Feuz (+ 0,18). Die bei Olympia erfolgsverwöhnten Österreicher enttäuschten. Bester vom Team Austria war Vincent Kriechmayer als Siebter, Sotschi-Sieger Matthias Mayer wurde Neunter.

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Video - Die Olympia-Abfahrt von Dreßen in Pyeongchang

02:33

Dreßen: Es fehlt die Aggresivität

Kitzbühel-Sieger Dreßen war bei strahlendem Sonnenschein und besten Bedingungen mit der Nummer eins auf die tückische Abfahrt gegangen, die am Sonntag noch wegen starken Windes verschoben worden war. Die Eins hatte ihm zwei Tage zuvor bei der Kombinationsabfahrt, die er gewann, Glück gebracht. "Da wird das heute auch nicht schlecht sein", sagte er vor dem Rennen entspannt lächelnd - er sollte nicht ganz Recht behalten.

Das 1,88 m große Kraftpaket blieb kompakt, meisterte die vier Sprünge und zwei Traversen scheinbar spielerisch. Von Druck nach seinem Sieg auf der berühmtesten aller Weltcup-Abfahrten war nichts zu spüren. Dennoch: Es fehlten ein Schuss Aggressivität, ein wenig Speed.

Medaillentraum platzt früh

Dreßen schien sich im Ziel unsicher zu sein, er wiegte den Kopf hin und her und zuckte leicht mit den Schultern. Danach begann das bange Warten. Mit Startnummer zwei blieb Manuel Osborne-Paradis, der Sieger des ersten Trainings, klar hinter ihm, doch schon bei Startnummer drei war der Traum vorbei. Der Südtiroler Dominik Paris fuhr nicht fehlerlos, aber aggressiver und stieß Dreßen von der Spitze.

"Aksel, Du Sauhund!"

Spätestens bei Feuz' und Svindals Fahrten wurde klar: Dreßen war tatsächlich etwas zu brav gewesen. Der Schweizer Topfavorit raste in Kampflinie die Strecke hinunter - durfte aber auch nur kurz von Gold träumen, weil die Norweger Svindal und Jansrud schneller waren. Jansrund raunte Svindal kurz nach dem Zieldurchlauf ein "Aksel, Du Sauhund!" entgegen. Wenig später, als klar war, dass es reichen würde, machte Svindal im Zielraum lachend Selfies mit Jansrud und Feuz.

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