Ski-Weltcup: Slalom-Sieg für Marcel Hirscher in Santa Caterina, Felix Neureuther Vierter

Marcel Hirscher hat seinen 36. Weltcup-Sieg gefeiert: Der Österrecher setzte sich im Slalom von Santa Caterina durch. Das deutsche Duo Felix Neureuther und Fritz Dopfer belegte zeitgleich mit 1,07 Sekunde Rückstand Rang vier. Vor ihnen lagen noch der Norweger Henrik Kristoffersen (+0,21) und der Russe Alexander Choroschilow (0,32).

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Dominik Stehle (+2,86) belegte Rang 24. Linus Straßer verpasste nach einem schweren Fehler im ersten Lauf den zweiten und entscheidenden Durchgang.
Neureuther vergab durch einen groben Fehler in beiden Durchgängen einen möglichen Podiumsplatz. "Das war nicht sehr sexy", kommentierte der WM-Dritte seine Vorstellung im Finale. Vizeweltmeister Dopfer erzielte sein bislang bestes Saisonergebnis und machte im zweiten Lauf noch acht Plätze gut.
Marcel Hirscher übernahm mit seinem Erfolg auch wieder die Führung von Aksel Lund Svindal (Norwegen) im Gesamtweltcup. Der Olympiazweite feierte den 36. Weltcupsieg seiner Karriere und zog damit mit dem Pitztaler Benjamin Raich gleich.

"Das war nicht sexy"

Felix Neureuther kam zu Fritz Dopfer in die "leader box", er klatschte den Kollegen ab, dann mussten beide erst mal grinsen. Zeitgleich lagen sie in diesem Moment beim Weltcup-Slalom im italienischen Santa Caterina in Führung, und während die fünf am Start verbliebenen Läufer darum kämpften, Neureuther und Dopfer zu überholen, begannen die beiden Deutschen erst mal gestenreich zu diskutieren, wie sie besser hätten fahren können.
Es gab einiges zu bereden, denn am Ende verpassten Neureuther und Dopfer beim bereits fünften Saisonsieg von Marcel Hirscher aus Österreich knapp das Siegerpodest - um 0,75 Sekunden, eine ganze Menge. Bei Neureuther war die Sache eindeutig: ein böser Fehler im ersten Lauf, ein böser Fehler im zweiten Lauf - "das war nicht so sexy, was ich da gemacht habe", sagte er. Dass es dennoch Rang vier wurde sei "topp", betonte Neureuther, zumal er zuletzt wieder mit Rückenproblemen zu kämpfen hatte.
Neureuther war anzumerken, dass er schon ein wenig verärgert war ob der vergebenen Chance, anstelle von Hirscher, Henrik Kristoffersen (Norwegen/0,21 Sekunden zurück) oder Alexander Choroschilow (Russland/0,32) auf dem Treppchen zu stehen. Im Gegensatz dazu konnte sich Dopfer so richtig freuen: Er fand es "super, genial", dass er am Ende gemeinsam mit Neureuther den vierten Platz belegte und ergänzte mit einem Lachen: "So kann es weitergehen."
Dopfer durfte auch aus ganz persönlicher Sicht zufrieden sein: Nach einem eher zähen Saisonstart scheint beim WM-Zweiten nun tatsächlich der Knoten geplatzt zu sein. "Das ist ein genialer Start in das neue Jahr", sagte er nach seiner besten Platzierung in diesem Winter, "das gibt mir sehr viel Auftrieb." Dopfer hatte den ersten Lauf etwas verschlafen, er lag nur auf Rang zwölf, dafür drehte er im Finale richtig auf: "So halbscharige Läufe habe ich in dieser Saison ja schon genug gezeigt."

Ärger über Torstange

"Supercool. Aber ich muss auch auf schlechteren Pisten schneller werden", sagte der Tagessieger. "Es war wieder sehr knapp, aber es ist sich ausgegangen." Als zweitbester Österreicher belegte Marc Digruber Rang neun. Manuel Feller wurde 16.
Bester Schweizer wurde Daniel Yule knapp hinter dem deutschen Duo als Sechster. Pech hatte sein Landsmann Luca Aerni. Im Finale löste sich eine Torstange und rutschte dem Eidgenossen in die Spur. Aerni konnte nicht mehr rechtzeitig reagieren und schied aus.
Für die alpinen Herren steht nun ein echter Klassiker auf dem Programm. Am Samstag startet der Riesenslalom im Schweizerischen Adelboden (ab 10:30 Uhr im TV, Ticker und Eurosport Player).
Der 1. Lauf von Neureuther:
Sturz von Mölgg beim Heimspiel:
Dopfers 1. Lauf:
Russe mit Bestzeit:
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