Rang drei sicherte sich der Italiener Dominik Paris (+0,65).
"Ich bin ziemlich happy", sagte Ferstl, dabei hätte er das Rennen seines Lebens wegen eines Magen-Darm-Virus fast sausen lassen. "Ich hatte bescheidene Weihnachten, bin am 24. ziemlich gelegen. Ich habe mir schon überlegt, ob ich hier überhaupt herfahren soll", berichtete er. Er fuhr her, er fuhr runter - und lag nach seiner beherzten Fahrt im Zielraum erst mal im Schnee. "Ich war leer, wirklich leer, aber kämpfen lohnt sich."
Andreas Sander, Neunter und Fünfter in den beiden bisherigen Super-G-Rennen des WM-Winters, belegte den immer noch den 16. Rang. Thomas Dreßen fuhr auf einen beachtlichen 21. Rang - mit Startnummer 58!
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Klare Ziele: "Wollen unter die ersten drei"

Auf der anspruchsvollen Piste "Deborah Compagnoni" war Ferstl, dessen Vater Sepp 1978 und 1979 jeweils Abfahrtssieger auf der legendären "Streif" in Kitzbühel war, am 28. Dezember 2014 fast wie aus dem Nichts auf Rang sieben gefahren: der Durchbruch. Ein Jahr später stürzte er im Training schwer: der Rückschlag. Und nun, wieder ein Jahr später, plötzlich das beste Resultat der Karriere: der vorläufige Höhepunkt.
Betonung auf vorläufig, denn: "Wir wollen jetzt noch weiter nach vorne, wir wollen unter die ersten drei", betonte er. Keine Frage: Die jahrelang so schwer gebeutelten deutschen Abfahrer haben Blut geleckt - ein fünfter Rang ist plötzlich nicht mehr gut genug.

Geringe Chancen in der Abfahrt

Für die Abfahrt am Mittwoch rechnet sich Ferstl eher wenig aus. "Das Abfahrtstraining war schon ein bisschen komisch", sagte er zu seinen ersten Eindrücken auf der Piste ein Jahr nach dem schweren Sturz. Diesen und die schwere Verletzung aber hat er erstaunlich schnell überwunden - die Einstellung stimmt.
"In den Super-G", sagte Ferstl, "war es heuer so eng - da muss man voll angreifen. Ohne Angriff gewinnst du gar nichts." In der Abfahrt am Mittwoch wird er wieder angreifen - "und dann schau'n mer mal, was dabei rauskommt."

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