Ricarda Haaser hadert mit Verletztenstatus und FIS-Regelung im Weltcup: "Bin ein Opfer des Systems, das versagt"
VonLukas Fegers
Update 18/12/2025 um 16:10 GMT+1 Uhr
Nach ihrem bei der WM 2025 in Saalbach erlittenen Kreuzband- und Innenmeniskusriss kämpft sich Ricarda Haaser zurück zum Weltcup. Am 27. Dezember möchte die Österreicherin beim Heim-Riesenslalom am Semmering wieder starten. Ein Ende ihrer Zwangspause ist also in Sicht - und dennoch ist die 32-Jährige am Hadern. Der Grund: Der Verletztenstatus des Weltverbands FIS, der für Haaser nicht gilt.
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Quelle: Eurosport
"Ich habe überhaupt keinen Schutz, in meinem Fall greift gar nichts. Ich bin ein Opfer des Systems, das versagt", kritisierte Haaser im Interview mit der "Tiroler Tageszeitung".
Zum Hintergrund: Der Verletztenstatus ist der Schutz für verletzte Athletinnen und Athleten, der verhindert, dass sie in den Weltcup-Startlisten immer weiter abrutschen, weil sie weder Rennen fahren noch Punkte sammeln können. Alle, die während einer Saison nicht zu mehr als vier Wettkämpfen in einer Disziplin gestartet sind, können diesen Verletztenstatus beantragen.
Das Problem für Haaser jedoch ist, dass sie in der vergangenen Saison fünf Riesenslaloms absolvierte. Zum Erhalt des Verletztenstatus hätten es aber maximal vier Teilnahmen sein dürfen.
Die Folge: Mit jedem Weltcup, an dem sie nicht teilnimmt, rutscht Hasser in der Startliste weiter ab - mit negativen Nebenwirkungen. Denn je später eine Skirennfahrerin oder ein Skirennfahrer bei einem Rennen startet, desto ramponierter ist die Piste, desto schlechter stehen die Chancen, gute Zeiten zu fahren, desto höher ist die Gefahr, sich zu verletzen.
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Ricarda Haaser sieht sich als "Opfer des Systems".
Fotocredit: Getty Images
Haaser appelliert an FIS
Haaser sieht sich jedoch nicht nur als Opfer des Systems, sondern bemängelt dieses im Allgemeinen. "Das System ist derart kompliziert, selbst für uns Rennläufer ist es kaum zu durchschauen", sagte die WM-Bronzemedaillengewinnerin von 2023 in der alpinen Kombination.
Zwar müsse sie es "hinnehmen, weil ich es selbst nicht in der Hand habe", so die Tirolerin. Dennoch forderte sie abschließend in Richtung der FIS: "Da muss sich was ändern."
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