Ski-Alpin-Streit eskaliert: Shiffrin, Odermatt und Co. legen nach - FIS-Boss Eliasch verweigert Mitspracherecht

Der Millionenstreit der Ski-"Rebellen" um Mikaela Shiffrin und Marco Odermatt mit dem Weltverband FIS geht in die nächste Runde. Shiffrin und Co. fordern in einem zweiten Brief an die FIS Mitsprache ein, kritisieren die Stagnation im Skisport und drängen auf die Prüfung von Alternativen. Unterzeichnet ist das Schreiben von 71 Athleten und Athletinnen aus 17 Nationen.

Mikaela Shiffrin sorgt sich um die Zukunft des Skisports

Fotocredit: Getty Images

Aus Deutschland haben sich fünf Aktive angeschlossen, darunter die Slalom-Asse Lena Dürr und Linus Straßer.
"Was einst eine Verpflichtung des Präsidenten war, die Bedingungen für alle Athleten zu verbessern, hat stattdessen zu einem Szenario geführt, in dem die Athleten frustriert zurückbleiben", heißt es in dem Schreiben an den umstrittenen FIS-Präsidenten Johan Eliasch, über das zunächst der "Blick" berichtet hatte.
Es ist darüber hinaus an die Mitglieder des FIS-Councils, an die Repräsentanten der nationalen Skiverbände und an die sogenannten "Stakeholder" gerichtet.
Die Sportlerinnen und Sportler sind demnach in den Dialog mit dem Investor ("CVC") getreten, dessen Angebot über 400 Millionen Euro für die Vermarktung des Skisports die FIS abgelehnt hatte. Die Diskussion sei konstruktiv, transparent und durchdacht gewesen, heißt es.

Shiffrin und Co. wollen mehr Mitspracherecht

Zwar sei eine weitere Prüfung der Offerte unabdingbar, "CVC" werde aber "von einem aufrichtigen Engagement für das Wachstum und die Entwicklung unseres Sports angetrieben".
"Wir geben nicht vor, dass wir alles wissen", schrieb Shiffrin in ihrer Instagram-Story, in der sie auch den gesamten Brief veröffentlichte: "Wir fordern lediglich mehr Transparenz und eine bessere Berücksichtigung unserer Stimmen und der auf dem Tisch liegenden Angebote, die die Zukunft unseres Sports beeinflussen."
Mikaela Shiffrin veröffentlichte den Wortlaut des Briefs an die FIS in ihrer Instagram-Story // Quelle: instagram.com/mikaelashiffrin

Mikaela Shiffrin veröffentlichte den Wortlaut des Briefs an die FIS in ihrer Instagram-Story // Quelle: instagram.com/mikaelashiffrin

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Shiffrin und Co. möchten, dass die FIS den Abschluss der Verhandlungen um die Zentralisierung der Medien- und Übertragungsrechte mit Vermarkter "Infront" auf Eis legt - ein klares Nein zu den Plänen von Eliasch. Stattdessen fordern sie, andere Optionen zu prüfen und dabei auch die Meinung der Athleten einzuholen - auch im Fall "CVC".

Eliasch wies erste Beschwerdewelle ab

Eliasch hatte die ursprüngliche Kritik der Stars in einer ersten Reaktion zurückgewiesen.
Die Vorwürfe von Aktiven sowie von Council-Mitgliedern unter anderem aus Deutschland seien "falsch", teilte die FIS mit.
Der Weltverband sei "gut kapitalisiert" und benötige "keine weiteren Finanzmittel". Auch sei der Vorschlag von CVC unzureichend.
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(SID)
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Quelle: Eurosport


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