Ski-Star Lucas Braathen kritisiert Rennkalender der FIS - Norweger wünscht sich "effizientere Tour"

Der alpine Skizirkus fliegt für Weltcuprennen in der Saison 2023/24 erneut gleich zweimal in die USA - zum Unmut vieler Athleten. Auch Lucas Braathen nimmt die FIS nach seinem Karriereende in die Pflicht. "Ich glaube, dass es durchaus möglich ist, eine umweltfreundlichere und effizientere Tour zu veranstalten, die unseren CO2-Fußabdruck deutlich verringern würde", sagte der 23-Jährige.

Lucas Braathen

Fotocredit: Getty Images

"Für uns ist es unmöglich, netto null zu erreichen", erklärte Lucas Braathen in der neuen Eurosport-Doku "Lucas Braathen - Free Spirit" über den ökologischen Fußabdruck des alpinen Ski-Weltcups.
"Ich würde Ihnen gerne sagen, dass wir das schaffen können", führte der Norweger fort, "aber wir sind ein globaler Sport, der überall auf der Welt auftritt und unterhält und dafür müssen wir dorthin reisen."
Der Weltcup-Kalender schickt die Athleten diesen Winter zwei Mal nach Amerika. Die Herren bestreiten im Dezember Speed-Wettbewerbe in Beaver Creek, die Damen Technik-Wettbewerbe in Killington und dem kanadischen Tremblant. Zudem stehen für die Männer Ende Februar und Anfang März zwei Riesentorläufe und zwei Slalom-Rennen in Palisades Tahoe und Aspen an.
"Anstatt einen Kalender zu erstellen, der die Athleten zwingt, zweimal im Jahr in die Vereinigten Staaten und zurück nach Europa zu reisen, sollte man dies nur einmal im Jahr tun", mahnte Braathen.

Braathen nimmt Fis in die Pflicht

Die FIS müsse Techniker und Speed-Fahrer zusammen in die USA schicken, so der Norweger, "und uns innerhalb der Grenzen mit dem Auto reisen lassen, anstatt zu fliegen. Das wäre äußerst vorteilhaft für die Verringerung unseres CO2-Fußabdrucks".
Braathen wünsche sich in Zukunft einen effizienteren Weltcupkalender, um den ökoöogischen Fußabdruck des Ski-Zirkuses zu verringern und "zu sehen, wie sich die Klimaprobleme, die wir mit der Ausrichtung von Skirennen zu Beginn der Saison in Europa haben, entwickeln."
Der Ski-Weltcup müsse sich irgendwann dazu entschließen, auf Rennen in Amerika zu verzichten und "den Hauptwinter in Europa zu fahren", so der amtierende Slalom-Kugel-Sieger. "Dann müssen wir vielleicht in Skandinavien enden, wo der Winter im Frühling noch perfekt ist."
Braathen hatte seine Karriere vor dem Wetcup-Auftaktin Sölden überraschend beendet. Am 25. November geht es für die Damen mit einem Riesenslalom in Killington weiter. Die Herren starten am 1. Dezember mit einer Abfahrt in Beaver Creek. Alle Weltcups im Livestream und auf Abruf bei discovery+.
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Quelle: Eurosport

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