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Ski-Star Thomas Dreßen freut sich auf Weltcup-Auftakt: "Ich möchte Rennen fahren, weil ich vom Gefühl her bereit bin"
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Publiziert 17/10/2023 um 22:11 GMT+2 Uhr
Nach einer schwierigen Comeback-Saison möchte Skirennfahrer Thomas Dreßen zu alter Stärke zurückfinden. "Das Gefühl passt wieder", sagte er am Dienstag im Rahmen der Einkleidung für die neue Weltcup-Saison. Im Interview spricht der Ski-Star über seine Saisonvorbereitung und erzählt, wie er sein Selbstvertrauen zurückgefunden hat. Dabei hört man vor allem eins: Viel Vorfreude auf die neue Saison.
Motivationsboost durch Nachwuchs: Dreßen von sich selbst überrascht
Quelle: Eurosport
Es ist 9 Uhr morgens, als Thomas Dreßen das Messegelände des MOC Event Centers in München betritt. Die Schlange ist bereits lang, als sich der 29-Jährige mit zwei Reisetaschen an der Anmeldung anstellt.
Die Einkleidung des Deutschen Skiverbandes ist der alljährliche Startschuss in den Winter und für viele Athleten das "erste Weihnachten".
Auch dieses Jahr werden rund 700 Aktive, Betreuer und Funktionäre an zwei Tagen mit neuer Bekleidung und neuem Material ausgestattet.
Der Sommer sei "sehr gut" gewesen, erzählt Abfahrer Dreßen kurze Zeit später. Die Geburt seiner Tochter Elena habe ihn Ende Juni beflügelt: "Mir hat das einen ganz schönen Schub gegeben, was die Motivation angeht." Seit seine Tochter auf der Welt ist, sei er sogar noch motivierter.
Dreßen trainiert viel Riesenslalom
In der kommenden Saison möchte Dreßen im Abfahrtsweltcup wieder vorne angreifen. Letzten Winter sei er "teilweise schlecht Ski gefahren", blickt der 29-Jährige selbstkritisch zurück: "Technisch sind mir oft Fehler passiert, wenn ich am Limit unterwegs war. Und die kriegst du nur raus, indem du an der Technik arbeitest."
Seine letzte Podiumsplatzierung im Weltcup liegt mittlerweile dreieinhalb Jahre zurück - damals gewann er in Saalbach-Hinterglemm die Abfahrt und wurde einen Tag später im Super-G Dritter.
Um sich die Stabilität zurückzuholen, trainierte der Speed-Spezialist im Frühjahr viel Riesenslalom. In der Abfahrt und im Super-G helfe ihm der Riesentorlauf, um technische Fehler zu vermeiden. Gerade wenn es mal "eng" wird, so Dreßen.
Thomas Dreßen: Das Selbstvertrauen ist zurück
"Das zeichnet einen Kilde oder einen Odermatt aus - die sind auch am Limit, aber die machen am Limit keine technischen Fehler", sagt der 29-Jährige. Diese Fähigkeit habe ihn auch in der Vergangenheit herausgehoben: "Da haben wir angepackt und das ist uns, glaube ich, auch ganz gut gelungen."
Der Mittenwalder höre wieder mehr auf sein Gefühl. Die Grundtechnik und die Körpersprache passen wieder.
"Es läuft alles wieder besser zusammen und das gibt mir natürlich Selbstvertrauen und mit dem Selbstvertrauen kommt der Rest von selbst", sagt er. Auch wenn er nach vielen Verletzungen vorsichtig sein muss. Er sei halt "wie ein Oldtimer, der gehört gepflegt".
Dreßen bereit für den Auftakt am Matterhorn
Am 11. November startet die neue Weltcup-Saison. "Ich freue mich auf Zermatt und hoffe das es stattfindet", sagt Dreßen über die Premiere am Matterhorn.
Auch letzten Winter habe er sich auf den Speed-Auftakt in Zermatt/Cervinia gefreut, betonte der 29-Jährige. Allerdings mit unterschiedlichen Vorzeichen: "Letztes Jahr wollte ich einfach wieder Rennen fahren, weil ich so lange kein Rennen gefahren war. Jetzt möchte ich Rennen fahren, weil ich vom Gefühl her bereit bin."
Ob Dreßen in der kommenden Saison auch im Super-G starten wird, weiß er noch nicht genau. Das hängt vor allem davon ab, wie die Form im Training ist und wie es ihm körperlich geht, sagt er.
Bis zum Saisonauftakt steht für die Speed-Mannschaft noch ein Trainingskurs in Zermatt an. Dreßen möchte "die letzten Feinheiten" ausbessern und entscheiden, mit welchem Set-Up er am Matterhorn endlich wieder angreifen will. An Motivation mangelt es ihm schließlich nicht.
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