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Ski-WM: Gold in der Kombination für Österreich - Marco Schwarz hält Pinturault in Schach
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Publiziert 15/02/2021 um 15:47 GMT+1 Uhr
Nächstes WM-Gold für Österreich: Marco Schwarz hat in der Kombination den Topfavoriten Alexis Pinturault im Slalom noch abgefangen und sich in einer Hundertstel-Entscheidung den Sieg gesichert. Seinen Rückstand von 0,40 Sekunden aus dem Super-G wandelte er noch in 0,04 Vorsprung um. Bronze ging mit klarem Abstand von 1,12 an den Schweizer Loic Meillard, Simon Jocher überzeugte als Fünfter (+2,46).
Marco Schwarz
Fotocredit: Getty Images
Die sensationelle Silberserie der deutschen Skirennläufer ist am vierten Wettkampftag der WM in Cortina d'Ampezzo wie erwartet zu Ende gegangen. In den beiden Kombinationswettbewerben war am Montag ohnehin nur der junge Simon Jocher an den Start gegangen - der WM-Debütant schlug sich allerdings herausragend.
Neunter im Super-G, nach dem für ihn fachfremden Slalom dann bemerkenswerter Fünfter im Endklassement des alpinen Zweikampfs - auch der 24-Jährige übertraf alle Erwartungen.
Würdiger Sieger eines zunehmend fragwürdigen Wettbewerbs war Marco Schwarz - doch auch Jocher war nach seinem guten 16. Platz im Spezial-Super-G am vergangenen Donnerstag mit seinem zweiten Auftritt "echt happy". Zumal der Abfahrtsspezialist gerade mal vier Tage Slalom trainiert hatte, "zwei Tage im Sommer in einer Skihalle in Belgien, und im Winter hab ich jetzt nochmal zwei Tage irgendwo reingeschoben". Kein Wunder, dass er "super zufrieden war".
Schwarz bescherte Österreich nach dem Doppelschlag von Vincent Kriechmayr in Super-G und Abfahrt bereits das dritte Gold. Nach einem für ihn starken Super-G holte der Slalomspezialist und WM-Dritte von 2019 in der zweiten Disziplin seinen Rückstand auf Titelverteidiger Alexis Pinturault auf und lag am Ende 0,04 Sekunden vor dem Franzosen. Bronze in einem spannenden Finale gewann Loic Meillard (Schweiz/+1,12).
Kombination wird zum Sorgenkind
Die Kombination, ein Urwettbewerb der alpinen Skirennläufer, ist mittlerweile zu einem Zombie verkommen: Sie darf einfach nicht sterben. Einst bestand sie aus einer Abfahrt und zwei Slalomläufen, nach der WM sollte sie abgeschafft und bei der WM und Olympia durch die Parallel-Rennen ersetzt werden. Die Abmachung wurde gekippt, zum ersten Mal wurden nun ein Super-G und ein Slalomlauf gefahren - so soll es auch bei Olympia 2022 in Peking sein.
Jocher, der als guter 16. im Super-G am vergangenen Donnerstag seinen Einstand bei Weltmeisterschaften gegeben hatte, vergab ausgerechnet in seiner Spezial-Disziplin eine noch bessere Endplatzierung: Im unteren Streckenteil unterlief ihm ein Patzer. Im Slalom zog er trotzdem nicht zurück.
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(SID)
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