Ski-WM 2025: Odermatt im Riesenslalom bei Haaser-Sieg überraschend ohne Medaille - Grammel mit Laufbestzeit Zwölfter
Ski-Superstar Marco Odermatt hat bei der Alpinen Ski-WM 2025 in Saalbach-Hinterglemm eine Medaille in seiner Paradedisziplin Riesenslalom verpasst. Der Schweizer Titelverteidiger wurde beim überraschenden Heimsieg von Raphael Haaser (Österreich) nur Vierter. Der Deutsche Anton Grammel fuhr mit Platz zwölf das bislang beste WM-Ergebnis der DSV-Herren in den Einzelrennen ein.
Highlights: Haaser verzückt Saalbach - Odermatt patzt
Quelle: Eurosport
Haaser fuhr im zweiten Durchgang noch von Rang fünf ganz nach vorne und siegte in 2:39,71 Minuten vor einem Schweizer Trio. Der 27-jährige Innsbrucker hatte im Super-G schon Silber gewonnen. Im Riesenslalom war der Österreicher allerdings zuvor im Weltcup nie besser als Siebter gewesen.
"Unglaublich, ich weiß nicht, was ich sagen soll", stammelte der neue Weltmeister bei Eurosport: "Es war ein unglaublicher Tag und ich bin sehr glücklich. Ich habe damit gerechnet, dass ich in die Top Ten fahren kann, aber ich hätte nie gedacht, dass es mir so ausgeht."
Vor der WM hatte Haaser noch sechs Wochen lang verletzt pausieren müssen. Schon die Medaille im Super-G hinter Odermatt war eine Überraschung gewesen - am Tag nachdem sich seine Schwester Ricarda schwer verletzt hatte.
Silber ging an Beaver-Creek-Sieger Thomas Tumler (+ 0,23 Sekunden), Bronze an Loic Meillard (+ 0,51), der sieben Hundertstelsekunden Vorsprung auf seinen Teamkollegen Odermatt (+ 0,58) zur Medaille rettete.
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Grammel grandios: Bestzeit im zweiten Durchgang
Quelle: Eurosport
Grammel schneller als Pinheiro Braathen
Grammel, in Alta Badia schon Weltcup-Elfter, machte indes nach Zwischenrang 22 in Durchgang zwei mit Laufbestzeit noch zehn Plätze gut und strich damit bei seiner ersten WM gleich ein Top-Ergebnis ein. Als Zwölfter fehlten ihm "nur" 1,30 Sekunden auf den Sieger und 79 Hundertstel auf eine Medaille.
"Ich habe es deutlich besser erwischt als im ersten Durchgang, habe weniger ausgeschwungen", sagte Grammel im Ziel zu Eurosport: "Ich wollte eine gnadenlose Linie fahren, das habe ich gut umgesetzt." Im zweiten Lauf nahm er damit Odermatt 1,51 Sekunden ab.
Der 26-Jährige schlug auch Paradiesvogel Lucas Pinheiro Braathen (Brasilien/14.), der im Riesentorlauf gar nicht mit der Rennstrecke "Schneekristall" am Zwölferkogel zurechtkam und nun auf den die WM am Sonntag abschließenden Slalom hoffen muss (9:45 und 13:15 Uhr live im TV bei Eurosport, im Stream bei discovery+ und im Liveticker bei Eurosport.de). Dann hofft auch der DSV in Person von Linus Straßer auf eine Medaille.
"Es war ein harter Tag", sagte der gebürtige Norweger Pinheiro Braathen: "Ich war nicht auf meinem besten Level."
Haugan fällt noch weit zurück
In Abwesenheit von Parallel-Weltmeister Alexander Schmid (Kreuzbandriss) kamen auch die anderen DSV-Starter gut runter: Fabian Gratz mit Rang 18 (+ 1,95) und Jonas Stockinger als 26. (+ 3,69) platzierten sich in den Top 30.
Gratz war zuvor im Weltcup nie besser als 19. gewesen. "Ich bin auf jeden Fall zufrieden", sagte er bei Eurosport: "Ich habe das, was ich mir im Training angeschaut habe, umsetzen können."
Marco Schwarz (Österreich) überzeugte als Fünfter (+ 0,78). Der Norweger Timon Haugan, Führender nach dem ersten Durchgang, fiel nach einem verkorsten zweiten Lauf noch auf den siebten Rang zurück (+ 1,00). Sein Landsmann Henrik Kristoffersen, 2019 Riesenslalom-Weltmeister, konnte nicht in den Kampf um die Medaillen eingreifen (8./+ 1,02).
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Schreckmoment: Fahrer rauscht knapp am gestürzten Rivalen vorbei
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Brennsteiner mit großem Pech
Haugan war im ersten Durchgang mit der relativ hohen Startnummer elf im Schneegestöber vor allem im mittleren Abschnitt ein starker Lauf gelungen. Odermatt verlor dagegen im unteren Teil der Strecke wertvolle Zehntelsekunden. Auch im zweiten Durchgang fuhr der Titelverteidiger nicht clean genug, verlor Zehntel um Zehntel und wirkte im Ziel ratlos.
Sölden- und Schladming-Sieger Alexander Steen Olsen aus Norwegen schied im zweiten Durchgang nach Zwischenrang vier aus.
Pech hatte derweil der Österreicher Stefan Brennsteiner, dessen Skibindung im ersten Lauf im oberen Teil aufging. "Vielleicht war ich ein bisschen unsauber", sagte er bei Eurosport zu seinem Missgeschick: "Ich hätte brutal gerne gut performt, das ist sehr bitter."
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Ski weg, Frust raus! Riesenpech für Brennsteiner beim Heimspiel
Quelle: Eurosport
Odermatt muss auf vierten WM-Titel warten
Für Odermatt geht die WM mit einer Enttäuschung zu Ende. Der Schweizer, in Saalbach mit Gold im Super-G ausgestattet, muss damit weiter auf seinen insgesamt vierten WM-Triumph warten. Diese Saison gewann er die Riesenslalom-Weltcups in Val d'Isère, Alta Badia und Adelboden. Der 27-Jährige führt sowohl Gesamtweltcup als auch die Disziplinwertung an.
"Ich bin enttäuscht. Mit einem perfekten Lauf wäre es vorne eng geworden", sagte er bei Eurosport: "Ich habe versucht zu pushen, habe aber einen Fehler gemacht, direkt bevor es flach wurde. Damit war es vorbei."
Der bislang letzte deutsche Weltmeistertitel liegt derweil bereits 40 Jahre zurück. 1985 gewann Markus Wasmeier in Bormio WM-Gold. Eine WM-Medaille hat es in dieser Disziplin für deutsche Männer seitdem ebenfalls nicht mehr gegeben.
Als vorletzte Entscheidung von Saalbach 2025 steht am Samstag der Slalom der Damen an (9:45 und 13:15 Uhr live im TV bei Eurosport, im Stream bei discovery+ und im Liveticker bei Eurosport.de).
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(mit SID)
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Odermatt nach Riesenslalom enttäuscht: "Kann nicht viel Gutes mitnehmen"
Quelle: Eurosport
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