Ski-WM: Raphael Haaser gewinnt nach Drama um Schwester Silbermedaille im Super-G - und richtet Appell an Ricarda

Die Ski-WM in Saalbach-Hinterglemm ist für Lokalmatador Raphael Haaser bislang ein Wechselbad der Gefühle. Einen Tag nach der schweren Verletzung seiner Schwester Ricarda im Super-G der Damen krönte sich der 27-Jährige vor heimischem Publikum in derselben Disziplin zum Vizeweltmeister. "Vor sechs Wochen hätte ich das so unterschrieben", erklärte er anschließend im Interview mit Eurosport.

Haaser happy über Silber: "Hätte ich vor sechs Wochen unterschrieben"

Quelle: Eurosport

Kurz vor Weihnachten stand sein eigener WM-Start noch auf der Kippe, im Riesenslalom von Val d'Isère überdehnte sich Haaser sein Kreuzband. Konsequenz: Sechs Wochen Zwangspause.
Doch der Österreicher kämpfte sich zurück, landete im Super-G von Kitzbühel sensationell auf Platz zwei und sicherte sich sein Ticket für Saalbach-Hinterglemm, nur um einen Tag vor seinem Start im Super-G einen emotionalen Dämpfer zu bekommen. Seine Schwester Ricarda zog sich im Super-G der Damen einen Kreuzband- und Innenmeniskusriss zu.
Haaser steckte den familiären Schock jedoch weg und schnappte sich am Freitag hinter dem frischgebackenen Weltmeister Marco Odermatt die Silbermedaille im Super-G.
"Vor sechs Wochen hätte ich das so unterschrieben. In Kitzbühel ein solches Comeback feiern und bei einer Heim-Weltmeisterschaft auf dem Podium stehen - unglaublich", schwärmte er im Interview bei Eurosport.
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Trotz Verschneider: Haaser schnappt sich WM-Silber

Quelle: Eurosport

Haaser: "Du packst das"

Den Unfall seiner Schwester hatte der österreichische WM-Held live gesehen, wie er im Gespräch mit dem "ORF" ausführte. "Ich habe mir gleich gedacht, dass etwas fehlen muss. Für ihre Verhältnisse blieb sie lange liegen." Als er am Donnerstagnachmittag schließlich die Diagnose erfuhr, "hat mich das schon mitgenommen."
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Quelle: Eurosport

Vor dem Rennen seien die beiden Geschwister noch in Kontakt gestanden. "Letzte Nacht hat sie mir eine Nachricht geschrieben und gesagt, dass ich Gas geben soll und zusehen, dass ich das so hinbekomme wie in Kitzbühel", so Haaser.
Gesagt, getan. "Mir ist es am Ende sehr gut gelungen, das beiseite zu schieben", meinte er und wandte sich abschließend zur Kamera, um noch ein paar Worte an Ricarda zu richten. "Ich weiß, sie ist in guten Händen und ist wieder auf dem Weg zurück. Du packst das und wir sehen uns wieder auf der Piste."

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