Eurosport
Ski-WM 2025: Deutschland verpasst Medaille im Teamwettbewerb - Italien schlägt die Schweiz im Finale und holt Gold
Von
Update 04/02/2025 um 18:10 GMT+1 Uhr
Die deutschen Alpinen um Lena Dürr und Linus Straßer haben zum Auftakt der Ski-WM in Saalbach-Hinterglemm eine Medaille verpasst. Im Viertelfinale des Team-Wettbewerbs unterlag das Quartett des Deutschen Skiverbandes (DSV) der an Nummer eins gesetzten Schweiz im "Tiebreak". Das erste Gold der WM ging an Italien, das die Eidgenossen im Finale schlug. Bronze ging an das schwedische Quartett.
Straßer unterliegt in spannendem Duell: Deutschland scheitert an der Schweiz
Quelle: Eurosport
Es war knapp, sehr knapp, aber im Kampf um eine Medaille gleich zum Auftakt der alpinen Ski-WM leistete sich das Quartett des Deutschen Skiverbandes im packenden Team-Wettbewerb ein paar Patzer zu viel. Weil die beiden Asse Lena Dürr und Linus Straßer nicht wie gewünscht stachen, schied das DSV-Team bereits im Viertelfinale gegen die an Nummer eins gesetzte Schweiz aus: Nach einem 2:2 nach den vier K.o.-Duellen ging der "Tiebreak" um 0,27 Sekunden verloren.
Vor rund 15.000 Zuschauern setzte sich anschließend völlig überraschend Italien im Kampf um das erste WM-Gold gegen die Schweiz durch. Bronze gewann Schweden, das im Viertelfinale Olympiasieger Österreich ausgeschaltet hatte, gegen Titelverteidiger USA.
"Das ist nicht frustrierend", sagte Straßer und betonte: "Das war eine Superleistung vom ganzen Team", die Schweiz, "eine richtig harte Nuss", sei "einfach besser " gewesen und "Kleinigkeiten" haben den Unterschied gemacht.
Dürr fühlte sich dennoch ein wenig schuldig: Mit ihrem Lauf gegen die Schweiz sei sie "nicht wirklich zufrieden" gewesen, sagte sie im Eurosport-Interview: "So ist es bei einem Team-Event. Du gewinnst und du verlierst zusammen. Wir sind zu früh draußen."
/origin-imgresizer.eurosport.com/2025/02/04/4094256-83022773-2560-1440.jpg)
Vinatzer schlägt Tumler: Italien jubelt über Gold
Quelle: Eurosport
Dürr ärgert sich - Straßer mit kleinem Patzer
Im Achtelfinale war alles nach Plan gelaufen, Dürr, Straßer, Fabiana Dorigo und Fabian Gratz setzten sich 4:0 gegen Außenseiter Slowenien durch. Dann aber ließ das deutsche Quartett seine große Chance auf den Einzug ins Halbfinale und damit mindestens das kleine Finale um Bronze liegen.
Der "Tiebreak", bei dem die Zeiten der schnellsten Frau und des schnellsten Mannes addiert werden, entschied zugunsten der Schweiz.
Ihre Zeit war auch der Grund, warum sich Dürr so grämte: Sie gewann zwar ihr Duell, doch ihr Patzer auf dem steilen Hang kostete das DSV-Team am Ende wertvolle Zehntel. Zuvor war die Münchnerin im Achtelfinale gegen die Slowenen noch 0,64 Sekunden schneller gewesen.
Bitter dann auch das Malheur von Straßer, der beim Stand von 2:1 sein Duell gegen Thomas Tumler nach einem hervorragenden Start verlor - und durch einen Patzer ebenfalls Zeit liegen ließ.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2025/02/04/4094239-83022433-2560-1440.jpg)
"Zu früh...": Dürr und Straßer analysieren Aus im Teamwettbewerb
Quelle: Eurosport
WM-Teamwettbewerb: Auch Österreich scheitert im Viertelfinale
"Man ist natürlich immer enttäuscht", sagte Straßer, "aber so ist das nun mal. Auch bei der WM gehts am Schluss darum, dass man seinen besten Sport zeigt. Und ob dann eine Medaille dabei herauskommt, das muss dann auch ein Stück weit passieren."
Auch Gastgeber Österreich hatte etwas überraschend nichts mit der Medaillenvergabe zu tun. Genau wie Deutschland scheiterte das ÖSV-Quartett um Julia Scheib, Stephanie Brunner, Stefan Brennsteiner und Dominic Raschner bereits im Viertelfinale an den späteren Bronze-Medaillisten aus Schweden.
"Es ist natürlich Enttäuschung da. Wir wollten schon noch ein, zwei Runden weiterkommen und dem Publikum etwas zurückgeben, aber es ist kein Wunschkonzert", sagte Scheib in der "ARD": "Es war schon eine ordentliche Challenge mit den Abständen (der Tore, Anm. d. Red.) und dem Riesentorlaufski. Wir haben alles gegeben, aber leider ist nicht so viel dabei rausbekommen."
Das könnte Dich auch interessieren: Gut-Behrami exklusiv: "Habe mir einen Schutzschild zugelegt"
(mit SID)
/origin-imgresizer.eurosport.com/2025/02/04/4094267-83022988-2560-1440.jpg)
Enttäuschung für die Ski-Nation: ÖSV-Team scheitert an Schweden
Quelle: Eurosport
Werbung
Werbung