Weltcup-Auftakt in Sölden - Henrik Kristoffersen: Darum war das "Van Deer"-Logo auf seinen Skiern überklebt
Es war eine der großen News des Sommers im alpinen Ski-Weltcup: Der Ski-Wechsel von Norwegens Superstar Henrik Kristoffersen zur Marke "Van Deer" von Marcel Hirscher. Entsprechend gespannt blickten beim Saisonauftakt am Sonntag in Sölden alle Fans auf Kristoffersens ersten Weltcup-Einsatz mit den neuen Skiern. Doch dabei gab es gleich eine Überraschung: Denn das "Van Deer"-Logo war abgeklebt.
Erster Einsatz mit "Van Deer"-Ski: Kristoffersen rast aufs Podest
Quelle: Eurosport
So hatte sich Marcel Hirscher den Saisonaufakt in Sölden aus Marketing-Sicht wohl nicht vorgestellt: Sein ehemaliger Hauptrivale Henrik Kristoffersen wechselt zu seiner Ski-Marke und dann ist deren Logo beim ersten Einsatz gar nicht zu sehen.
Doch offenbar hatten "Van Deer" und deren Unterstützer Red Bull beim Logo-Design nicht mit der FIS gerechnet. Denn dem Weltverband missfällt, dass im Logo nicht nur das Van Deer-Symbol, sondern auch das Red-Bull-Logo zu sehen ist. Laut FIS-Richtlinien ist dies momentan aber nicht erlaubt. Deshalb untersagte die FIS die Nutzung des Logos für das erste Rennen am Rettenbachferner.
Hirschers Marke, die offiziell "Van Deer Red Bull Sports" heißt, muss erst die offizielle Freigabe der FIS abwarten, bis sie ihr Logo auf den Skiern seiner Athleten und Athletinnen präsentieren darf. Daher musste Kristoffersen am Sonntag mit schwarzen Aufklebern über dem Logo antreten.
Darauf angesprochen erklärte der Riesenslalom-Weltmeister von 2019 im "ORF": "Das Logo ist überklebt, weil die Marke jetzt Van-Deer-Red-Bull heißt. Da gibt es Diskussionen, es ist Politik."
Sölden: "Van Deer" fehlt auch in der Startliste
Dass es die FIS mit ihrer "Politik" ernst meint, zeigt sich übrigens auch beim Blick auf die Startliste. Denn auch dort wird der Markenname "Van Deer Red Bull Sports" nicht erwähnt. Stattdessen ist das Marken-Feld bei Kristoffersen und allen anderen Fahrern, die mit "Van-Deer"-Ski antreten, leer.
Zumindest sportlich scheint Kristoffersen der Logo-Streit im Hintergrund aber nicht groß gestört zu haben. Der 28-Jährige kam beim Saisonauftakt direkt aufs Podest und belegte Rang drei.
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