Weinen vor der TV-Kamera kostet für österreichische Abfahrer 50 Euro - Speedchef Sepp Brunner bestätigt die Strafe
Update 01/11/2024 um 18:25 GMT+1 Uhr
Vor laufender TV-Kamera Tränen zu vergießen, kann für die österreichischen Abfahrer an den Geldbeutel gehen. Das sagte Speed-Trainer Sepp Brunner im Interview mit der Schweizer Zeitung "Blick". Demnach koste es 50 Euro, falls einer der Athleten im Fernsehen zu weinen beginne. Davon ausgenommen seien lediglich Todesfälle im Umfeld des Sportlers. Das sei innerhalb der Mannschaft festgelegt worden.
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Fotocredit: Getty Images
"Wir haben vor ein paar Jahren teamintern einen Strafenkatalog erstellt, der auch das Tränen vergießen vor der Kamera beinhaltet. Wenn einer von uns in einem Interview, ohne dass jemand gestorben ist, zu weinen beginnt, wird das genauso mit einer Geldstrafe von 50 Euro bestraft, wie wenn er zu spät zum Training oder zur Teamsitzung erscheint", sagte Brunner.
Auf Nachfrage der "Kronen Zeitung" erklärte der österreichische Skiverband (ÖSV), dass das eine Sache der einzelnen Trainingsgruppen sei. Der ÖSV selbst habe keinen derartigen Strafenkatalog.
Österreichs Skilegende Franz Klammer zeigte kein Verständnis für die Maßnahme. "Das gibt's doch nicht. Das ist ein Eingriff ins Persönlichkeitsrecht. Es ist ja nicht jeder Herr seiner Tränen. Aber lachen darf man schon noch", sagte Klammer in der "Bild".
Aufgekommen war das Thema nach dem Interview von Lara Gut-Behrami am Rande des Weltcupauftakts in Sölden. Die Schweizerin musste auf einen Start im Riesenslalom am Rettenbachgletscher verzichten und ließ anschließend vor den Fernsehkameras den Tränen freien Lauf.
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Quelle: Eurosport
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