Wildcard für Marcel Hirscher stößt DSV sauer auf: Linus Straßer und Co. bezeichnen Umsetzung als "ganz schwierig"
Publiziert 25/10/2024 um 09:33 GMT+2 Uhr
Die Wildcard von Marcel Hirscher ist eines der großen Themen im Vorfeld des Saisonauftakts in Sölden - und stößt auch dem Deutschen Skiverband (DSV) sauer auf. Die Regelung des internationalen Ski- und Snowboardverbandes (FIS), welche ehemaligen Profis die Rückkehr in den Weltcup erleichtern soll, lassen DSV-Sportstand Wolfgang Maier und Slalom-Spezialist Linus Straßer zweifeln.
Feller traut Hirscher einiges zu: "Ihn darf man nicht unterschätzen"
Quelle: Eurosport
"Wir sind nicht prinzipiell gegen die Wildcard. Aber die Art und Weise, wie sie eingeführt wurde, ist nicht okay", hob Maier laut der "Deutschen Presse-Agentur" hervor.
Die Wildcard erlaubt Athleten und Athletinnen, die mindestens zwei Jahre keine Rennen mehr gefahren sind, aber einen Olympiasieg, einen WM-Titel, einen Gesamtweltcup- oder einen Disziplinweltcup-Sieg (mit mindestens fünf Rennsiegen) vorweisen können, dürfen für bis zu 20 Rennen eine Starterlaubnis beantragen.
Im zurückliegenden Sommer hat die FIS diese neue Regelung abgesegnet, ohne sich dabei mit Athleten- und Teamvertretern abzustimmen - an diesem Umstand stieß sich seitdem wie Maier so mancher Kritiker an.
Der Rückkehr von Hirscher, die bereits am Sonntag in Sölden (ab 10:00 Uhr und 13:00 Uhr live und on-demand bei discovery+) stattfinden könnte, wolle man aber prinzipiell keine Steine in den Weg legen.
"Natürlich ist das sexy für die FIS, wenn der Hirscher wieder fährt, und die ganzen Medien konzentrieren sich dann darauf", unterstrich Maier die Vorteile der Rückkehr der österreichischen Lichtgestalt.
Straßer zu Hirscher-Comeback: "Ist ja nicht uralt"
Straßer schlug in dieselbe Kerbe wie Maier. Der fünfmalige Weltcupsieger bezeichnete die Umsetzung der Wildcard einerseits als "ganz schwierig", andererseits freue er sich, sich mit Hirscher auf höchstem Niveau zu messen.
"Ich sehe natürlich schon auch, dass es PR-mäßig ein Riesending ist, dass es dem Sport und der Einschaltquote guttut", erklärte der 31-Jährige. "Und mir geht es persönlich auch so: Ich schaue da auch gespannt hin und es interessiert mich schon auch, wo der Marcel jetzt steht."
Dem zweimaligen Olympiasieger traut Straßer bei seinem Comeback viel zu. "Manche schreiben den Marcel total ab, was ich gar nicht verstehe. Der ist körperlich mindestens genauso fit wie zu seiner aktiven Zeit. Der ist ja auch nicht uralt, er ist 35, das ist das beste sportliche Alter."
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(mit SID)
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Quelle: Eurosport
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