Stephanie Venier beendet ihre aktive Karriere am Höhepunkt - WM-Gold im Super-G in Saalbach: "Mein größter Traum"

Stephanie Venier hat ihre Karriere beendet. Das gab die österreichische Skirennläuferin am Donnerstag bekannt. "Der unbedingte Wille, der für den Spitzensport notwendig ist, war einfach in den vergangenen Monaten nicht mehr in dem Maße da, wie ich es von mir selbst erwarte", erklärte die 31-Jährige. Erst im Februar hatte Venier in Saalbach im Super-G ihren ersten Weltmeistertitel gefeiert.

Venier düpiert alle Favoritinnen - Highlights vom Damen-Super-G

Quelle: Eurosport

Damit tritt die Tirolerin am Höhepunkt ab - und verzichtet darauf, ihre Karriere im kommenden Jahr möglicherweise mit einer Olympia-Medaille zu krönen.
"Auch wenn nächstes Jahr die Olympischen Spiele anstehen, fühlt es sich für mich jetzt genau richtig an, einen Schlussstrich unter meine Rennsportkarriere zu ziehen. Ich blicke mit großer Zufriedenheit auf das Erreichte zurück", lässt sich Venier in der Pressemitteilung des Österreichischen Skiverbandes zitieren.
Auf einer Pressekonferenz am Donnerstag verriet sie: "Ich hatte schon länger damit abgeschlossen. Die letzten beiden Jahre waren zwar meine erfolgreichsten Jahre, aber sie haben mir auch sehr viel Energie gekostet."
Vor etwas mehr als zwölf Jahren - im Januar 2013 - hatte die gebürtige Innsbruckerin ihr Weltcup-Debüt gegeben. Spätestens in der Saison 2016/17 ging ihr Stern dann so richtig auf.
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Stephanie Venier hat sich in Saalbach zur Weltmeisterin im Super-G gekrönt.

Fotocredit: Getty Images

Venier hört am Höhepunkt auf - und gesund

Im Super-G von Garmisch-Partenkirchen fuhr Venier damals erstmals auf das Podest, bei der WM 2017 in St. Moritz gewann sie kurz darauf die Silbermedaille.
"Für mich hat Skifahren immer die Welt bedeutet, und ich konnte mir ein Leben ohne den Sport nie vorstellen. Aber nun spüre ich, dass ein neuer Lebensabschnitt auf mich wartet – und ich bin neugierig, welche spannenden Dinge die Zukunft für mich bereithält", erklärte die 31-Jährige.
Die Heim-WM in Saalbach wird das letzte große Highlight in ihrer Karriere gewesen sein. "Meinen größten Traum, eine Medaille bei der Heim-WM in Saalbach zu gewinnen, habe ich mit einer Goldenen und einer Bronzenen mehr als erfüllt", so die 31-Jährige, die ihre Karriere so im letzten Jahr veredelte. Gold holte sie im Super-G, Bronze in der Team-Kombination.
Gleichzeitig hat Venier mit ihrem frühen Karriereende die Möglichkeit, das Leben nach der Laufbahn ohne gesundheitliche Beschwerden anzugehen.
"Zum Glück bin ich von schweren Verletzungen verschont geblieben, dennoch möchte ich meine immer wieder auftretenden Knieprobleme nicht länger ausreizen und damit meine Gesundheit aufs Spiel setzen", betonte die Weltmeisterin von 2025.

Lobende Wort von Trainer Assinger

Cheftrainer Roland Assinger berichtete in seinem Statement von "Missverständnissen in der Kommunikation", die mittlerweile aber geklärt seien.
"Stephanie hat mich stets mit ihren sportlichen Erfolgen beeindruckt – der Höhepunkt war definitiv ihre Goldfahrt im Super-G und der Gewinn der Bronzemedaille im Teambewerb bei der Heim-WM in Saalbach", so der ÖSV-Coach.
Sie habe die "riesengroße Sorge" gehabt, dass sie den richtigen Absprung verpassen könnte: "So bin ich bei den Leuten als Weltmeisterin in Erinnerung."
Ihr Motto deshalb: Aufhören am Höhepunkt. "Mir fehlt einfach die Motivation und ich war auch nicht mehr bereit, das Risiko einzugehen", erklärte sie auf der Pressekonferenz: "Das Schöne ist: Ich bin gesund herausgekommen. Ich darf aus eigener Entscheidung aufhören und ich muss nicht aufhören, weil ich vielleicht verletzt oder zu schlecht war."
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Quelle: Eurosport


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