ÖSV-Chefoach Roland Assinger kann Kritik an Führungsstil von Stephanie Venier und Co. nicht nachvollziehen: "Kein Kindergeburtstag"
Publiziert 11/04/2025 um 15:36 GMT+2 Uhr
ÖSV-Damencheftrainer Roland Assinger hat die Kritik mehrerer Läuferinnen um Stephanie Venier an seinem Führungsstil zurückgewiesen. "Es handelt sich ja um einen Hochleistungssport", sagte der 51-Jährige im "ORF". Zudem seien gerade die Speeddisziplinen nicht ungefährlich, und man müsse fokussiert blieben. Mit bis zu 140 km/h die Piste herunterzurasen sei "kein Kindergeburtstag".
Roland Assinger und Stephanie Venier
Fotocredit: Imago
"Bei Formschwankungen oder bei gesundheitlichen Problemen jeglicher Art kann es zu Problemen kommen, wenn man nächsten Tag am Start steht", wird Assinger zitiert: "Das wird dann vorab mit den Trainern besprochen und dann natürlich auch mit den Athletinnen selber mit einem gewissen Nachdruck."
Super-G Weltmeisterin Venier hatte den Umgangston Assingers bemängelt und öffentlich über einen Rücktritt nachgedacht. "Wenn dir dann ein zwei Meter großer Mensch gegenübersteht und laut in der Stimme wird, fühlt man sich oft fast ein bisschen eingeschüchtert", sagte Venier im "ORF".
Man sei "kritikfähig, aber es geht immer um das Wie". So verliere "man die Freude am Sport".
Für Assinger sei das schwer nachvollziehbar. "Wenn jemand eine Goldmedaille macht und eine Bronzemedaille, dann wird im Vorfeld nicht alles schlecht gelaufen sein, auch von den Trainingsmethoden her, von den Trainingsmöglichkeiten, Trainerteams", so der Coach.
Hütter unterstützt Assinger
Venier erklärte, etwas gesagt zu haben, weil zuvor die Kritik von Stephanie Brunner und der zurückgetretenen Tamara Tippler nicht genug Beachtung gefunden habe. "Es ist voll schade, dass ihre Meinung nicht so gezählt hat. Deshalb habe ich mich in der Position gesehen, auch etwas zu sagen", meinte die 31-Jährige.
Unterstützung erhielt Assinger dagegen von Cornelia Hütter. "Wir sind auch eine große Mannschaft. Wir sind oft zwölf Mädels beim Weltcup-Ort, und wenn jeder das tun würde, worauf er gerade Lust hätte, dann wäre das alles ein bunter Haufen", sagte Hütter im "ORF".
Assinger bringe eine feste Linie ins Geschehen hinein, auf die man sich verlassen könne, fügte sie hinzu.
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Quelle: Eurosport
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