Sturz von Vincent Kriechmayr lässt Sicherheitsdebatte neu entflammen: FIS-Präsident Johan Eliasch macht Ansage

Per Hubschrauber wurde Vincent Kriechmayr in die Klinik geflogen - am Ende hatte der Österreicher Glück im Unglück. Kriechmayr kommt mit einer Zerrung im Innenband davon und darf weiter von der Heim-WM in Saalbach träumen. Doch sein Unfall gibt Anlass zum Nachdenken und zeigte etwas auf: Die Funktionskleidung der Fahrer hat ihre Schwächen. FIS-Präsident Johan Eliasch sieht dort Handlungsbedarf.

Vincent Kriechmayr in Wengen

Fotocredit: Getty Images

Bei der Lauberhornabfahrt im schweizerischen Wengen drückte es den 33-Jährigen im Ziel-S in Rücklage. Dann prallte er in das Auffangnetz. Mit nur einem Ski fuhr er wenige Minuten später noch über die rote Linie. "Wie schnell war ich?", trotz Sturz war das laut Cheftrainer Marko Pfeifer die erste Frage von Kriechmayr. Das unterstreicht den Willen und Sportsgeist des Linzers.
Auch der Franzose Blaise Giezendanner stürzte in Wengen, im Gegensatz zu Kriechmayr kam er allerdings weniger glimpflich davon, Diagnose: Kreuzbandriss. Diese beiden Stürze lassen die Sicherheitsdebatte neu aufleben, Kriechmayr will in einem ORF-Interview davon aber nicht viel wissen.
Da braucht man keine Debatte wegen mir entfachen, das war ein reiner Fahrfehler. Da bin ich selber schuld.

FIS-Präsident Eliasch: "Müssen Sport sicherer machen"

Der Schwede sieht Verbesserungsbedarf bei den Anzügen der Fahrer: "Die schnitt-resistenten Anzüge sind dabei auch ein Thema. Ich glaube, es ist nicht unbedingt nur die Geschwindigkeit. Es geht auch um Winde und Kräfte, die wirken". So gäbe es viele Ideen, um diesen Kräften entgegenzuwirken. Welche das sein könnten, erwähnte Eliasch nicht. Für ihn steht fest. "Wir müssen den Skisport sicherer machen."
FIS-Renndirektor Markus Waldner hatte sich im Vorfeld der Lauberhornrennen mit deutlichen Worten für Maßnahmen in der Sicherheitsdebatte im alpinen Ski-Sport stark gemacht. Allein bei den Herren beklagt der alpine Ski-Sport in dieser Saison 21 Verletzte. In den Augen von Waldner eine Momentaufnahme, die so nicht mehr akzeptabel ist: "Es ist nicht fünf vor zwölf, es ist fünf nach zwölf."
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Quelle: Eurosport


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