Weltcup in Wengen: Giovanni Franzoni gewinnt Super-G und schlägt Marco Odermatt - mit Startnummer eins zum Sieg
Update 16/01/2026 um 15:43 GMT+1 Uhr
Giovanni Franzoni hat den Super-G von Wengen gewonnen. Zum Auftakt der traditionsreichen Lauberhornrennen triumphierte der Italiener am Freitag mit Startnummer eins vor Stefan Babinsky aus Österreich (+0,35 Sekunden) und dem Schweizer Franjo von Allmen (+0,37). Franzoni hatte erst im Dezember beim Super-G von Gröden seinen ersten Podestplatz im Weltcup eingefahren. Nun folgte der erste Sieg.
Super-G-Highlights vom Lauberhorn: Franzoni wird zum Überflieger
Quelle: Eurosport
Der 24-jährige Franzoni hatte bereits im Training angedeutet, dass ihm die Piste in Wengen liegt - beide Trainingsfahrten hatte er gewonnen.
"Seltsam", sagte er nach dem Rennen, "vor drei Jahren hatte ich den schweren Unfall in der Canadian Corner. Jetzt Erster zu sein, ist wunderbar."
Auf der unberührten Strecke setzte er als erster Starter des ganzen Feldes in 1:45:19 Minuten die Bestzeit - musste dann aber 54 weitere Fahrer abwarten, ehe sein erster Weltcup-Triumph endlich feststand.
Bei immer schwierigeren Lichtverhältnissen konnte allerdings kein Fahrer mit einer höheren Startnummer mehr die Bestzeit von Franzoni gefährden.
Auch Dominator Marco Odermatt aus der Schweiz musste sich am Freitag geschlagen geben und wurde lediglich Vierter.
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Odermatt geschlagen: Topfavorit schrammt am Podium vorbei
Quelle: Eurosport
Den Grund dafür hatte er schnell ausgemacht - die Schlüsselstelle Kernen-S: "Mir ist kein perfekter Lauf gelungen und wenn man nicht perfekt fährt, kann man auf diesem Niveau nicht gewinnen", sagte Odermatt gegenüber Eurosport: "Ich habe etwas zu lange gewartet und dadurch die Linie verloren. So geht das Tempo für den nächsten Abschnitt verloren."
Für den Sieger hatte der Superstar nur lobende Worte übrig: "Ich habe seinen Lauf oben gesehen und habe schon da gedacht: 'Das ist heute der Sieg'. Gratulation an ihn!"
Odermatt geschlagen - aber Top-Favorit für Abfahrt
Dem 28-Jährigen bietet sich aber bereits in der Abfahrt am Samstag (12:30 Uhr auf Eurosport und HBO Max) bereits die nächste Siegchance. Die vergangenen drei Abfahrten in Wengen entschied Odermatt für sich.
Die deutschen Starter spielten am Freitag kaum eine Rolle: Simon Jocher (+2,84) kam als 27. nicht unter die besten 20, Romed Baumann (+4,50) erlebte in seinem 100. Super-G im Weltcup ein Debakel und verpasste als 44. die Top 30; Luis Vogt (+4,08) wurde 40.
Franzoni trauert um verstorbenen Franzoso
Franzoni hatte erst im September einen schweren Verlust hinnehmen müssen. Sein langjähriger Zimmer-Genosse und guter Freund Matteo Franzoso war nach einem Sturz im Trainingslager der italienischen Mannschaft in Chile im Alter von nur 25 Jahren verstorben.
Bereits nach seinem dritten Platz in Gröden hatte der 24-Jährige seinem Freund gedacht und ihm seinen Erfolg gewidmet.
So wolle er es auch mit seinem bislang größten Karriere-Erfolg tun, erklärte der dreifache Junioren-Weltmeister im Eurosport-Interview: "Ich denke jeden Tag an Matteo. Ich habe ihm meinen dritten Platz in Gröden gewidmet - und auch diesen Sieg heute. Ich habe zu Beginn der Saison gesagt, dass ich für den Rest meines Lebens mit ihm Skifahren werde. So wird es sein. Diese Tragödie gibt mir die nötige Kraft in dieser Saison."
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(mit SID)
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"Bist du deppert?" Italiener sorgt für Schrecksekunde im Super-G
Quelle: Eurosport
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