Marco Odermatt dominiert Lauberhorn-Abfahrt in Wengen: Schweizer Imperium schlägt zurück - Franzoni erneut stark
Update 17/01/2026 um 15:34 GMT+1 Uhr
Das Imperium schlägt zurück: Marco Odermatt hat einen Tag nach seinem vierten Platz im Super-G die Lauberhorn-Abfahrt in Wengen gewonnen. Der Schweizer Superstar siegte vor Vincent Kriechmayr aus Österreich (+0,79 Sekunden) und dem Italiener Giovanni Franzoni (+0,90 Sekunden). Die berühmte Klassiker-Abfahrt war aufgrund starker Winde verkürzt worden. Am Sonntag dann steht noch der Slalom an.
Highlights: Odermatt fliegt zum Wengen-Sieg - Franzoni erneut überragend
Quelle: Eurosport
Für den 28-jährigen Odermatt war es bereits der vierte Sieg in Folge beim Abfahrtsklassiker in Wengen. Damit überholte er in dieser Kategorie zwei Ski-Legenden: seinen Landsmann Beat Feuz und den Österreicher Franz Klammer.
Angefeuert von zehntausenden Schweizer Fans, die schon am Start lautstark "Odi, Odi" skandierten, pulverisierte der Dominator die Bestzeit des kurz vor ihm gestarteten Kriechmayrs um knapp acht Zehntel.
Der Österreicher zeigte sich anschließend bei Eurosport tief beeindruckt von Odermatts Fahrt: "Mein Lauf war ziemlich gut. Vielleicht kann ich noch ein, zwei Zehntel rausfahren - aber acht? Wie soll das gehen? Es ist großartig, ihm (Odermatt, Anm. der Red.) zuzuschauen. Aber ab und zu wäre es auch schön, wenn er ein bisschen langsamer fahren würde."
Am Tag zuvor noch hatte Odermatt die Schlüsselstelle Kernen-S nicht optimal erwischt, im Ziel ärgerte er sich über seinen Fehler. In der Spezial-Abfahrt gelang ihm nun aber eine blitzsaubere Fahrt, die auch der Super-G-Sieger von Freitag, Giovanni Franzoni, nicht gefährden konnte.
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"Ein Genie!" Odermatt zaubert auf Lauberhorn-Abfahrt
Quelle: Eurosport
Franzoni fährt nach Sieg im Super-G erneut aufs Podium
Der 24-jährige Italiener lieferte einen Tag nach seinem ersten Weltcup-Erfolg erneut eine starke Leistung, fuhr mit der Startnummer 28 noch auf Rang drei und verdrängte somit Odermatts Landsmann Franjo von Allmen vom Podium.
"An der Stelle, an der ich das Rennen gestern verloren habe, habe ich es heute gewonnen", sagte Odermatt nach dem Rennen am Eurosport-Mikrofon: "Ich wusste, ich muss alles riskieren, sonst funktioniert es auf diesem Level nicht. Jetzt habe ich hier diese Serie von vier Siegen, das ist etwas ganz Besonderes."
Jocher in Wengen bester Deutscher
"Ich wollte mich eigentlich an meinen Plan halten - das hat nicht ganz funktioniert", sagte der Abfahrtsweltmeister nach seiner wilden Fahrt am Eurosport-Mikrofon: "Ich weiß, dass der Speed da ist, aber ich habe heute zu viele Fehler gemacht. In Kitzbühel versuche ich, es besser zu machen."
Als bester Deutscher fuhr Simon Jocher in Wengen auf Rang 22 (+2,01 Sekunden). Luis Voigt (+2,67 Sekunden) verpasste als 37. die Top 30 hingegen genauso wie Romed Baumann (+3,17 Sekunden), der mit Rang 45 weit hinterherfuhr.
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"Was für ein Höllenritt!" Von Allmen stürzt nach wilder Fahrt im Ziel
Quelle: Eurosport
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