Abfahrt in Wengen: Rennleiter bereut Verkürzung des Lauberhorn-Rennens - falsche Wetterprognose vor Start erhalten
Update 18/01/2026 um 03:18 GMT+1 Uhr
Rennleiter Markus Waldner hat im Nachhinein die Verkürzung der Lauberhorn-Abfahrt in Wengen bedauert. Das sagte der Südtiroler im Interview mit der Zeitung "Blick". "Ja, ich bin verärgert! Und zwar, weil ich offensichtlich einen falschen Wetterbericht erhalten habe", sagte Waldner. Man sei aufgrund der Vorhersage von starkem Wind ausgegangen, der dann nicht eingetreten sein.
Highlights: Odermatt fliegt zum Wengen-Sieg - Franzoni erneut überragend
Quelle: Eurosport
"Gemäß dem offiziellen Wetterdienst des Veranstalters hätte es im oberen Abschnitt den ganzen Tag winden sollen. Doch beim Rennstart um 12:30 Uhr war es oben windstill. Somit wäre ein Rennen vom Originalstart aus möglich gewesen", so der 63-Jährige.
Stattdessen erfolgte der Start vom Hundschopf aus. Die eigentlich längste Abfahrt im Weltcup wurde damit um etwa 50 Sekunden auf eine Laufzeit von 1:33 Minuten verkürzt. Den Sieg sicherte sich am Ende überlegen Marco Odermatt vor Vincent Kriechmayr (+0,79 Sekunden/Österreich) und Giovanni Franzoni (+0,90/Italien).
Der Schweizer Cheftrainer Tom Stauffer zeigte Verständnis für die Entscheidung. "Damit die Zeitmessung und die TV-Kameras rechtzeitig bereitstehen, muss man hier in Wengen eine Stunde vor dem Start eine Entscheidung treffen", sagte Stauffer.
Er ergänzte: "Es hätte niemandem geholfen, wenn wir um 12:30 Uhr das Rennen vom Original-Start lanciert hätten und um 13:00 Uhr der Guggifön aufgekommen wäre. In diesem Fall wäre es für eine Startversetzung zu spät gewesen, man hätte das Rennen abbrechen müssen."
Knauss: "Keine richtige Lauberhornabfahrt"
Anders sieht der ehemalige Weltcupfahrer Hans Knauss die Situation. "Wir müssen aufpassen, dass wir in unserem Sport nicht übervorsichtig werden", sagte Knauss dem "Blick".
"Wenn schon nicht von ganz oben, hätte ich wenigstens vom früheren Start der Kombi-Abfahrt das Rennen gestartet. Eine Lauberhornabfahrt ohne den Sprung über den Hundschopf ist in meinen Augen keine richtige Lauberhornabfahrt", fügte er hinzu.
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