Ski-Legende Markus Wasmeier kritisiert FIS-Boss Johan Eliasch wegen Matterhorn-Abfahrt: "Absoluter Wahnsinn"

Die Matterhorn-Abfahrt in der kommenden Woche wurde aufgrund des Wetters abgesagt. Für Ski-Legende Markus Wasmeier ist das spektakuläre Event nicht nur für die Umwelt "der absolute Wahnsinn". Es sei "auch den Athleten gegenüber ein Irrsinn, die erste Abfahrt der Saison gleich auf fast 4000 Metern Höhe zu starten und dann auch noch eine Megadistanz zu fahren", sagte er der "Augsburger Allgemeinen".

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Quelle: Eurosport

Zudem glaube er nicht, "dass die in der FIS irgendeinen Gedanken an ökologische Dinge verschwenden. Sonst würden die ja solche Dinge nicht machen", ergänzte der 59-Jährige.
Das Rennen, das von Zermatt/Schweiz nach Cervinia/Italien am Fuße des Matterhorns führen sollte, sei einzig "eine Publicity-Show des neuen FIS-Chefs Johan Eliasch".
"Allein, wie viele Hubschrauber nötig wären, das ganze Material da hochzufliegen. Es ist ein Irrsinn in der heutigen Zeit", kritisierte Wasmeier. Aufgrund von Schneemangel war eine Austragung des Premieren-Rennens nicht möglich.
Zudem attackierte der zweimalige Olympiasieger FIS-Boss Eliasch, der im Juni 2021 Präsident des Ski-Weltverbandes wurde. Seit der schwedisch-britische Geschäftsmann das Sagen habe, sei "Chaos angesagt", erklärte Wasmeier: "Es besteht die große Gefahr, dass das ganze Ding an die Wand gefahren wird."

Auch Frauen-Rennen am Matterhorn fraglich

Die FIS handele "rein aus Marketinggründen", so die deutsche Ski-Legende: "Auf dem Gletscher hast du, sobald es ein bisschen bewölkt ist, keine Sicht, keine Bäume als Referenz. Es ist nur weiß. Da können so bittere Stürze und Verletzungen passieren."
Die Matterhorn-Rennen gelten als Prestigeprojekt der FIS und von Eliasch, der die Wettbewerbe im Vorfeld noch als ökologisch nachhaltige Rennen bezeichnet hatte. Nach der Absage des Männerrennens steht auch das Event der Frauen eine Woche später (5./6. November) auf der Kippe.
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Quelle: Eurosport

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