Olympia 2026 - Slopestyle: Mathilde Gremaud besiegt Eileen Gu - Trainer wechselt kurz vor Olympia zu Gu

Für Mathilde Gremaud musste es sich anfühlen wie ein Déjà-vu. Ihr Trainer Misra Noto ließ die Schweizerin kurz vor dem Start der Olympischen Spiele in Mailand und Cortina hängen - wie schon vor Olympia 2022 in Peking. Damals war der Coach ins Team von Gremauds Hauptkonkurrentin Eileen Gu gewechselt. Auch jetzt verließ Noto die Eidgenossin zugunsten der US-Amerikanerin, die für China startet.

Desaster für Gu: Sturz macht Gremaud zur Olympiasiegerin

Quelle: Eurosport

Erst vor dieser Saison fanden Gremaud und ihr Trainer wieder zueinander. Doch nun meinte die Schweizerin mit Blick auf die erneute Trennung von Noto gegenüber "SRF": "Zweimal ist genug."
"Der Druck wurde immer größer und größer. Es war überhaupt nicht lustig", berichtete Gremaud von den letzten Wochen und der hohen Belastung vor den Olympischen Spielen.
Jetzt hat Gremaud allen gezeigt, was in ihr steckt: Sie gewann im Slopestyle die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen 2026 in Mailand und Cortina.
Die Olympiasiegerin von 2022 und amtierende Weltmeisterin setzte sich in Livigno mit 86,96 Punkten im zweiten Run wie vor vier Jahren in Peking hauchdünn vor dem Topstar der Szene durch. Bronze ging mit deutlichem Abstand an Megan Oldham aus Kanada.
Gremaud und Gu trennten am Ende eines hochklassigen Duells winzige 0,38 Punkte. In Peking hatte sich Gremaud mit einem Vorsprung von 0,33 Zählern durchgesetzt. Oldham fehlten 10,50 Punkte zu Gold.
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Riesenjubel bei Gremaud: Schweizerin fährt zum Olympiasieg

Quelle: Eurosport

Gu stürzt im Slopestyle-Finale

Die gebürtige US-Amerikanerin Gu, die in Peking Gold im Big Air und in der Halfpipe gewonnen hatte, legte im ersten der drei Finalläufe mit einer Wertung von 86,58 vor. Doch Gremaud konterte im zweiten Durchgang. Gu riskierte im dritten Run noch einmal alles, doch stürzte bereits an der ersten Rail.
"Es war ein harter Kampf mit Eileen", sagte Gremaud nach ihrem Triumph. "Sie hat die ganze Zeit versucht, mich zu überholen, und ich musste mich wirklich auf mich selbst konzentrieren, damit sie mich nicht einholen konnte."
Gu selbst zeigte sich trotz der Silbermedaille zufrieden: "Ich finde es irgendwie lustig, dass wir bei bei den Olympischen Spielen nur einen halben Punkt voneinander entfernt waren. Wenn überhaupt, dann ist das ein Beweis für das Wachstum des Freeskiing bei den Frauen. Es ist etwas ganz Besonderes, ein Teil davon zu sein."
Für Gremaud spielte auch die Unterstützung ihres Teams eine entscheidende Rolle, die ihr half, konzentriert zu bleiben und ihre Leistung abzurufen.
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Mathilde Gremaud gewinnt Olympia-Gold 2026 im Slopestyle

Fotocredit: Getty Images

Rolland: "Mathilde kam, um zu gewinnen"

Der dreifache Olympiateilnehmer und Bronzemedaillengewinner Kevin Rolland zeigte sich vom Slopestyle-Finale bei den Olympischen Spielen begeistert.
"Ehrlich gesagt war es einfach das beste Finale, das alles hatte. Die drei Athletinnen – und dann Kristy Muir – haben unglaublich abgeliefert. Am Ende war es richtig knapp, vielleicht hätte Kristy noch aufs Podium springen können, aber der letzte Lauf war schwer zu beurteilen. Es war ein fantastischer Kurs", sagte Rolland.
Er lobte vor allem den Sieg von Gremaud: "Mathilde kam, um zu gewinnen. Eileen Gu führte zunächst, dann schlug Mathilde sie – bis zum Schluss war es ein richtiger Kampf."

Furrer: "Sind nicht wegen eines Heiratsantrags hier"

Das Duell hatte im Vorfeld an Schärfe gewonnen, weil Gremauds Trainer Misra Noto wie schon vor Peking die Seiten gewechselt hatte und sich Gus Lager anschloss. Die Schweizer Boulevardzeitung "Blick" schrieb von "Verrat".
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Superstar macht Superstar-Sachen: Gu liefert direkt ab

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Der Schweizer Chefcoach Dominik Furrer kommentierte den Wirbel in Italien um Superstar Gu am Rande des Wettkampfs in der "ARD" schnippisch: "Wir sind ja nicht wegen eines Heiratsantrags hier - sondern wegen des Skifahrens. Und da gibt's nur eine Königin."
Betreut wird sie dabei von Nationaltrainer Greg Tüscher, mit dem sie ein gutes Verhältnis habe.
(mit SID)
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Ohne Ärmel im Schnee: Koivistos kreativer Run reicht nicht fürs Finale

Quelle: Eurosport


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