Olympia 2026 - Ski Freestyle - Daniela Maier gewinnt Gold im Skicross mit Start-Ziel-Sieg im Finallauf von Livigno

Daniela Maier ist Olympiasiegerin im Skicross! Die 29-jährige Deutsche setzte sich im Finale von Livigno mit einem souveränen Start-Ziel-Sieg vor Weltmeisterin Fanny Smith aus der Schweiz und Peking-Olympiasiegerin Sandra Näslund aus Schweden durch. Nach der Bronze-Medaille am grünen Tisch vor vier Jahren, sorgte Maier nun für die sechste deutsche Goldmedaille bei den Winterspielen von 2026.

Olympiasiegerin! Maier schnappt sich Gold im Skicross

Quelle: Eurosport

Schon auf dem Weg ins Finale hatte Maier zunächst im Seeding die Bestzeit erzielt und anschließend alle Läufe von Achtelfinale bis Halbfinale vom Start bis zum Zielstrich angeführt und gewonnen.
Das wiederholte die 29-Jährige, die sich das Startgate aufgrund ihrer Bestzeit aus dem Seeding im Finale aussuchen durfte, auch im Endlauf noch einmal - und so lag sie im gesamten Wettkampf keinen einzigen Meter nicht an der Spitze.
"Ich bin einfach sprachlos", sagte die überglückliche Maier im Ziel, wo sie von Betreuern sofort schier erdrückt wurde - der Jubel kannte keine Grenzen nach einem Finale, in dem sie sich souverän und fehlerfrei gegen die zwei anderen großen Goldanwärterinnen Smith und Näslund durchsetzte. Auch nach der Siegerehrung fehlten Maier am Eurosport-Mikrofon noch etwas die Worte:
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Maier exklusiv: "Die Goldmedaille ist wirklich wunderschön"

Quelle: Eurosport

"So richtig realisiere ich es noch nicht. Die Medaille ist wirklich wunderschön und gefällt mir sehr, sehr gut", sagte sie da, war in Gedanken aber viel mehr bei ihren Freunden: "Ich sehe die ganze Zeit meinen Skiclub da hinten rumschreien – das macht mich unheimlich glücklich, dass wir alle zusammen Gold gewonnen haben."
Mit ihren engsten Vertrauten, das versprach Maier, wird sie den Olympiasieg am Abend in Livigno feiern: "Ich habe einer Freundin gesagt, sie soll schon mit dem Aperol hier unten stehen, den hat sie leider nicht reingekriegt", erzählte sie im ZDF. "Ich hoffe aber, dass es heute noch einige Liter Aperol geben wird!"
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Siegerehrung: Pure Emotionen bei Olympiasiegerin Maier

Quelle: Eurosport

Der Sieg im Skicross durch Maier war erst die zweite Goldmedaille für den Deutschen Skiverband (DSV) bei den Spielen von Mailand und Cortina nach dem Sieg von Skispringer Philipp Raimund auf der Normalschanze.
"Dani hat das so stark durchgezogen, von der Qualifikation über jeden Heat bis zum Finale. Sie ist so eine verdiente Olympiasiegerin. Es ist Wahnsinn", sagte Eurosport-Experte Daniel Bohnacker über den Triumph der 29-Jährigen, die ihre Karriere vier Jahre nach der umstrittenen Bronzemedaille von Peking nun mit dem wohl besten Wettkampf ihres Lebens als Olympiasiegerin gekrönt hat.
"Sie hatte viele schwierige Jahre mit Verletzungen und Enttäuschungen. Davon hat sie jetzt profitiert, weil sie sich da durchgearbeitet hat. Sie zehrt davon, ist mit allen Wassern gewaschen. Genau das macht sie so stark. Da fehlen mir die Worte. Du kannst es nicht besser machen."
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Bohnacker erklärt Maiers Gold-Coup: "Mit allen Wassern gewaschen"

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2022 in China war Maier im Finale zunächst als Vierte ins Ziel gekommen. Dann wurde die Drittplatzierte Smith wegen Behinderung zurückgestuft, was später aber doch wieder revidiert wurde, sodass Bronze hin und her wechselte - erst zehn Monate später entschied der Internationale Sportgerichtshof CAS, dass beide Fahrerinnen Bronze bekommen sollten.
Nun in Livigno lief alles völlig sauber und reibungslos ab. Maier übernahm die Führung direkt nach dem Start und fuhr den Sieg fehlerfrei nach Hause. Nur in der ersten Kurve konnten Näslund und Smith sie noch bedrängen.

"Hartes Battle" am Start, dann souverän zum Sieg

"Meine Kampfansage war, dass ich bei mir bleibe und dominant von vorne wegfahre. Die Startphase im Finale war ein hartes Battle. Ich habe die ganze Zeit die Skispitzen von der Fanny und der Sandra gesehen und konnte mich da Gott sei Dank durchsetzen und dann recht dominant vorne wegfahren", so Maier selbst und Bohnacker lobte: "Dani hat ihr Ding durchgezogen, ist fehlerfrei vorne weggefahren. Sie ist auf Gleiterstrecken einfach die schnellste im Weltcup, da kann ihr keine das Wasser reichen", meinte Bohnacker.
Die Bestzeit im Platzierungslauf am Vormittag war bereits ein Hinweis gewesen, dass Maier der Kurs entgegenkam. "Da ist viel Action drin", berichtete sie da. In der K.o.-Runde gewann Maier zunächst ihr Achtelfinale - Teamkollegin Luisa Klapproth schied im selben Lauf als Drittplatzierte aus, auch für Leonie Bachl-Staudinger und Veronika Redder war in der ersten Runde Schluss.
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Bestzeit im Seeding! Maier meldet Medaillen-Ansprüche an

Quelle: Eurosport

Für Maier dagegen ging es ungebremst weiter. Vor allem am Start, der sonst nicht gerade ihre Stärke ist, verschaffte sich die WM-Dritte von 2025 stets einen Vorsprung. Ihre zwei weiteren Läufe bis zum Finale gewann sie jeweils völlig ungefährdet und mit großem Vorsprung auf die Konkurrentinnen - auch im Finale war es ein Start-Ziel-Sieg.
Nichts zu sehen war mehr von der Erkältung, mit der sie nach Livigno angereist war, noch zwei Tage vorher hatte Maier erklärt: "Ich fühle mich nicht ganz so hundertprozentig fit." Das Gegenteil war dann der Fall am Tag, als es darauf ankam.
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(mit SID)
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"Ständiger Debattierclub": Deutsche Skicrosser stellen sich vor

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