Olympia 2022 - Skicross: Fanny Smith blickt auf Medaillen-Drama mit Daniel Maier zurück - "Ein wacher Albtraum"

Das Medaillen-Theater im Skicross um die Schweizerin Fanny Smith und die Deutsche Daniela Maier bei Olympia in Peking sorgte für Wirbel. Zunächst wurde Smith nach dem Zieleinlauf auf Rang vier hinter Maier zurückgestuft, nach dem Einspruch durch Swiss Ski bekam sie später aber doch Bronze zugesprochen. Die Siegerehrung vor Ort habe sie als "wachen Albtraum" empfunden, sagt Smith heute.

Fanny Smith bei Olympia in Peking

Fotocredit: Imago

Am 24. Februar, genau eine Woche nach dem Rennen, erfuhr Fanny Smith, dass sie nun doch Bronze gewonnen hatte bei Olympia. Für Daniela Maier, die Edelmetall damit wieder verlor, eine Enttäuschung.
Doch auch für Smith bleibt ein mehr als bitterer Nachgeschmack, wie sie nun auf einer Pressekonferenz in Lausanne erklärte.
"Mir wurde damals die Medaille geraubt, aber auch all die Emotionen, die damit verbunden sind. Während des Podiums, als alle gefeiert haben, befand ich mich in einem wachen Albtraum", so die 29-Jährige. Es sei "eine Erleichterung" gewesen, Edelmetall zurückzubekommen. Die zuständige Kommission des Internationalen Ski-Verbandes FIS gab dem Protest des Schweizer Skiverbandes Swiss Ski gegen das Resultat des Finallaufs statt.
Bronze ging damit doch an die Schweizerin, die nach dem Rennen von der Jury wegen einer vermeintlichen Behinderung von Maier auf Rang vier zurückgestuft worden war. Der deutsche Skiverband DSV erklärte nach der neuerlichen 180-Grad-Wende in der Causa, "in Abstimmung mit dem DOSB alle rechtlichen Schritte zu prüfen", wie Sprecher Ralph Eder versicherte.

Smith gerührt: "Eine Welle der Solidarität"

Smith war kurz vor dem Ziel mit ihrem linken Ski in die Fahrlinie von Maier geraten und hatte diese dabei behindert - die FIS wertete dies später als Berührung, "die nicht zu verhindern gewesen war" und folglich nur eine "Offizielle Warnung" hätte nach sich ziehen dürfen. Eine Warnung zieht allerdings laut Reglement keine weitere Sanktionierung nach sich.
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Quelle: Eurosport

Damit war klar: Maier muss Bronze wieder abgeben, Smith erhält dafür Edelmetall.
Sie habe eine "Welle der Solidarität" erlebt, berichtete die Schweizerin. "Ich bin immer noch gerührt, wenn ich davon erzähle. Es war das Beste, was in dieser schlechten Geschichte passiert ist."
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