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Bronzemedaille weg: So reagiert Daniela Maier auf den Schock - Skicrosserin will Rechtsmittel prüfen
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Publiziert 27/02/2022 um 10:59 GMT+1 Uhr
Skicrosserin Daniela Maier hat überrascht auf die Aberkennung ihrer in Peking gewonnenen Olympia-Bronzemedaille reagiert. Sie sei "gespannt, was nach dem stattgegebenen Einspruch nun passiert", wird sie in einer Mitteilung des Deutschen Ski-Verbandes (DSV) zitiert: "Ich erlebe so eine Situation zum ersten Mal und werde jetzt zusammen mit dem DSV und dem DOSB alle juristischen Mittel prüfen."
Skicrosserin Daniela Maier bei Olympia 2022 in Peking
Fotocredit: Imago
Bronze erhält damit die Schweizerin Fanny Smith, die nach dem Finale wegen Behinderung von Maier von der Jury auf den vierten Platz zurückgestuft worden war.
"Wir werden in Abstimmung mit dem DOSB alle rechtlichen Schritte prüfen", sagte DSV-Präsident Franz Steinle dem "SID".
Der DSV würde wohl bis zum Internationalen Sportgerichtshof CAS gehen. Was mit der Bronzemedaille geschieht, liegt abschließend in den Händen des IOC. Dieses kündigte an, den Fall prüfen zu wollen, wenn alle Prozesse auf FIS-Ebene beendet sind.
DSV-Alpinchef Wolfgang Maier glaubt nicht, dass Daniela Maier die Medaille wieder hergeben muss. Es sei "eine IOC-Medaille und keine FIS-Medaille", sagte der 61-Jährige der Mediengruppe "Münchner Merkur/tz". Er halte das Thema für "völlig daneben. Ich kann das Theater nicht verstehen und auch nicht, warum die FIS jetzt hingeht und ihr eine IOC-Medaille aberkennt. Das ist skandalös für mich."
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"Das ist unfair!" Große Geste von Maier - Smith versteht die Welt nicht mehr
Quelle: Eurosport
Schweizerin Smith hat mit Einspruch Erfolg
Daniela Maier war keine olympische Medaillengewinnerin mehr, als sie am späten Samstagnachmittag in München aus dem Flieger stieg. Ihr dritter Platz, den sie nach dem emotionalen Finale im Genting Snowpark von der Rennjury nach einem Videobeweis zugesprochen bekommen hatte, ist jedenfalls erstmal weg.
Die Berufungs-Kommission der FIS gab einem Protest des Schweizer Skiverbandes Swiss Ski statt, die Medaille ginge somit an die Schweizerin Fanny Smith. Diese war nach dem Finale wegen Behinderung von Maier zunächst auf Rang vier zurückgestuft worden.
Die Berufungs-Kommission der FIS nahm die Videoaufzeichnungen des Rennens nach eigenen Angaben bei vier Sitzungen über Stunden hinweg in Augenschein und überprüfte dabei auch schriftliche Aufzeichnungen. Ursprünglich war eine Aktion von Smith kurz vor dem Ziel nachträglich als Behinderung Maiers mit einer Gelben Karte geahndet worden - sie wurde nach langwierigen Beratungen auf Rang vier zurückgesetzt.
Smith war kurz vor dem Ziel mit ihrem linken Ski klar erkennbar in die Fahrlinie von Maier geraten und hatte die Deutsche damit behindert - die FIS wertete dies nun jedoch als eine Berührung im normalen Renngeschehen, "die nicht zu verhindern gewesen" sei und demzufolge lediglich eine "Offizielle Warnung" hätte nach sich ziehen dürfen.
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Nach strittiger Entscheidung: Maier nach Bronze in Tränen aufgelöst
Quelle: Eurosport
Umstrittene Situation im Olympia-Finale
"Ich bin natürlich erleichtert über diesen Entscheid", wird Smith in einer Mitteilung von Swiss Ski zitiert. Sie sei "stets überzeugt" gewesen, "dass ich keinen Fehler gemacht habe. Gleichzeitig schmerzt es mich aber für Daniela Maier, welche nun die Leidtragende der Situation ist."
Tatsächlich hatte auch Maier nach dem Zieleinlauf die fragliche Situation nicht als strafwürdig für ihre Konkurrentin angesehen. "Nein, nein, nein, nein, nein", rief sie während der minutenlangen Überprüfung der Szene durch die Rennjury und schüttelte immer wieder den Kopf: "Das war ganz normales Skicross."
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(SID)
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Eigler über Smith-Strafe: "Super strittige Entscheidung"
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