Beim olympischen Finale am 17. Februar kämpften Daniela Maier und Fanny Smith zusammen mit der Schwedin Sandra Näslund und der Kanadierin Marielle Thompson um die drei Medaillen.
Dabei sicherte sich Näslund vor Thompson Gold. Als Dritte erreichte Smith das Ziel und wähnte Bronze schon sicher. Doch nach einer Jury-Entscheidung wurde Maier Bronze zugesprochen. Noch im Ziel wertete Maier selbst die Jury-Entscheidung als "unfair", doch sie blieb Dritte und erhielt mit Freudentränen in den Augen in Peking Bronze.
Kurz danach legte das Schweizer Team Protest ein, worauf die FIS der Deutschen den dritten Rang wieder absprach und Smith aufs Podest hievte. Seitdem schwelt der Streit um Bronze.
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Das Verhältnis zwischen beiden scheint dies aber offensichtlich nicht zu beeinträchtigen. "Fanny und ich haben uns mal ausgetauscht, wie es uns so geht. Es ist ja nichts zwischen uns. Wir fahren seit sechs Jahren zusammen Skicross, seit ich im Weltcup bin, wir trainieren zusammen und verstehen uns auch so echt gut. Das bleibt auch so", erklärte Maier im Gespräch mit der "SZ" am Rande des Saisonabschlusses in der Schweiz.

Maier: "Blicke da auch nicht durch"

Dabei gab die 26-Jährige selbst zu, in dem Streit um die Medaille, der auch ein Konflikt zwischen IOC und FIS zu sein scheint, den Überblick verloren zu haben: "Ich blicke da auch nicht durch."
Die Medaille ist jedenfalls nach wie vor bei ihr. "Es hat mich jedenfalls noch niemand aufgefordert, sie abzugeben", meinte Maier.
Geht es nach dem sportlichen Leiter des deutschen Skicross-Teams, Heli Herdt, dann wird sein Schützling das bronzene Edelmetall womöglich auch nie abgeben müssen.
"Auf der IOC-Webseite steht Daniela Maier als Medaillengewinnerin. Jeder, der was anderes erzählt, erzählt nicht die Wahrheit. Die FIS kann nicht entscheiden, dass sie die Medaille wieder hergeben muss. Nur das IOC kann Medaillen verleihen. Die FIS spricht in ihrem Statement auch mit keinem Wort von der Medaille - weil die das gar nicht können", erklärte Herdt.

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Maier hofft auf Bronze für beide

Bis das IOC vor ihrer Tür stehe, werde Maier die Medaille behalten, stellte er klar.
Zugleich hofft er auf ein schnelles Ende dieser Angelegenheit. "Sie hat sich extrem fair verhalten, ist ein sehr Harmonie suchender Mensch; sie will auch ihren Frieden haben", so Herdt.
Maier hätte auch schon einen Lösungsvorschlag: "Es wäre super, wenn es ein Happy End gibt und wir beide eine Medaille bekommen. Das wäre das beste Szenario."
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