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Maier lässt Ski-Horrorsturz von Nagano 1998 Revue passieren: Angst, "dass mir das Schlüsselbein da raussteht"
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Publiziert 16/02/2023 um 16:38 GMT+1 Uhr
Hermann Maier stürzte bei der Olympischen Abfahrt 1998 im japanischen Nagano schrecklich: Erst flog er meterweit, knallte dann auf die Piste, überschlug sich und landete schließlich hinter dem Fangnetz im Tiefschnee – jedoch ohne sich dabei schwer zu verletzen. "Servus TV" schilderte er nun seine Gedanken während des Sturzes und erinnerte sich an seine drei Tage später gewonnene Goldmedaille.
Hermann Maier und sein Jahrhundertsturz in Nagano 1998
Quelle: Eurosport
Im Tiefschnee habe Maier schnell versucht, Entwarnung zu geben, weil er sich bewusst gewesen sei, dass "daheim vor den Fernsehgeräten gesessen" wird.
Auch die letzten Sekunden vor dem Unfall hat der Österreicher weiterhin präsent: Er erinnert sich, in der Kurve den Außenski verloren zu haben und, dass er sich gerade noch so auf dem Innenski rettete. "Ich wollte das nächste Tor erwischen und musste schauen, dass ich mein Körpergewicht nach vorne bringe."
Eingangs war Maier noch zuversichtlich, einen Sturz vermeiden zu können, erzählte er "Servus TV": "Naja, es wird ein bisschen weiter gehen, aber es wird sich ausgehen."
Im nächsten Moment realisierte er zumindest: "Jetzt sind die Ski doch ein bisschen weiter oben. Jetzt sind wir schon relativ weit weg vom nächsten Tor", doch blieb positiv: "Dann muss ich halt die Zeit unten aufholen."
Maiers größte Angst: "dass mir das Schlüsselbein da raussteht"
Spätestens als sich seine Skier über ihm befanden, realisierte der heute 50-Jährige: "Das geht sich nicht mehr aus."
Seine größte Angst im Tiefschnee von Nagano war es, den eigenen Körper zu begutachten. Er befürchtete, "dass mir das Schlüsselbein da raussteht", was zum Glück nicht der Fall war. "Ich war mir eigentlich sicher, da muss irgendwas sein. Wenn man die Bilder sieht, muss eigentlich bei der Wirbelsäule was hin sein. Aber damals bin ich unter Spannung gestanden."
Letztlich habe ihm nur das Knie etwas geschmerzt.
72 Stunden später gelingt Maier das Gold-Märchen
Nur zwei Tage später stand der Super-G an, der leicht angeschlagene Maier war jedoch noch nicht wieder fit – da kam ihm der Nebel zu Hilfe und sorgte dafür, dass der Wettbewerb um 24 Stunden verschoben wurde. Einen Tag später meldete sich der Österreicher fit, nahm überraschend am Super-G teil – und holte sensationell Gold.
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