Für Jelena Välbe steht fest: "Er hat nicht den Finnen getroffen, sondern den Schnee. Das wurde so hochgepusht, als hätte er ihn fast umgebracht." Bolschunow habe den "Skistock nur in den Schnee" geschlagen.
Die 52-Jährige ist eine Legende ihres Sports, gewann unter anderem 14 WM-Titel im Skilanglauf, dazu drei olympische Goldmedaillen.
Ganz unparteiisch ist die Russin freilich, nicht fungiert sie doch als Präsidentin des russischen Langlauf-Verbandes.
Lahti
Konkurrenten geschlagen: Anzeige gegen Bolschunow liegt vor
25/01/2021 AM 14:46
Välbe sieht eine ungleich Behandlung zwischen dem russischen Team und dem Rest des Feldes. In derartigen Situationen "werden immer wir bestraft und nicht die anderen", so die ehemalige Langläuferin.
Tatsächlich hatte Mäki beim Zielsprint den Weg von Bolschunow geschnitten und auf der rechten Seite die Tür zugemacht, sodass Finnland am Ende Dritter wurde und die Russen das Podium verpassten.

"Ich bin auf der Seite meines Sohnes"

Während Bolschunow zum Eklat von Lahti bislang schweigt, ließ sich sein Vater von "sports.ru" mit klaren Worten zitieren. Die Reaktion seines Sohnes wären "aus den Emotionen heraus" zustande gekommen. "Auf den Videos sieht man, dass Mäki Sascha zuerst berührt. Ich bin auf der Seite meines Sohnes, vielleicht hätte ich noch härter geschlagen."
Unterdessen ging bei der örtlichen Polizei in Lahti eine Anzeige gegen Bolschunow ein, wie Kommissar Tuomas Kuure der Nachrichtenagentur "AFP" bestätigte. Wer die Anzeige gestellt hat, ist öffentlich nicht bekannt, fest steht aber: Die Causa Bolschunow ist noch längst nicht zu Ende ...
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