Olympia 2026 - Langlauf: Streckenchef im Exklusiv-Interview - so kam der Hund ins Stadion und biss Michel Rainer

Es war eines der kuriosesten Ereignisse bei Olympia 2026 bisher. Ein ausgebüxter Hund verfolgte in der Qualifikation zum Team-Sprint der Frauen die Griechin Konstantina Charalampidou und die Kroatin Tena Hadzic bei ihrem Zieleinlauf und bekam sogar ein Zielfoto von sich geschossen. FIS-Streckenchef Michel Rainer eilte Mensch und Tier zu Hilfe. Im Interview berichtet er von seinem Einsatz.

Tierisches Olympia-Highlight: Hund rennt ins Langlauf-Ziel

Quelle: Eurosport

"Es ist nichts passiert, darüber können wir uns glücklich schätzen", sagte Rainer im exklusiven Gespräch mit Eurosport.
Wenn aber so etwas kurioses bei den Olympischen Winterspielen passiert, dann interessieren den geneigten Zuschauer nicht nur die Ergebnisse, sondern alle Details zu der Aktion.
Bei dem Hund handelte es sich um einen Tschechoslowakischen Wolfshund namens Nazgul, der direkt an den olympischen Loipen in Tesero im Fleimstal zu Hause ist. "Ich war oben in der Jury und als ich den Hund auf dem Bildschirm gesehen habe, bin ich sofort in den Zielbereich geeilt", schilderte Rainer. "Ich bin zu dem Hund und habe ihm gesagt, dass er sich beruhigen solle. Ich habe ihn vom Veranstaltungsort weggebracht und dann war alles gut."
Ganz ohne Kampf wollte Nazgul aber die Langläuferinnen nicht verlassen. Rainer zeigte eine kleine Bisswunde an seiner Hand - das sei aber außerhalb der Wettkampfstätten passiert und kein Problem, sagte der Franzose. "Der Hund war einfach nervös. Aber ich lebe noch."
Wie konnte der Hund aber überhaupt auf die Strecke gelangen? Er wählte laut Rainer den offenen Eingang für die Rettungsfahrzeuge und konnte zuerst nicht aufgehalten werden. "Er ist ein sehr schnelles Tier", sagte er. Davon konnte man sich sogar auf dem Zielfoto noch überzeugen.

Charalampidou: "Ich bin jetzt berühmt wegen eines Hundes

Da der Hund aber glücklicherweise nicht direkt ins Renngeschehen eingriff, blieb es bei der amüsanten Randnotiz bei diesen Spielen - und ein wenig Berühmtheit für die weniger im Rampenlicht stehenden "betroffenen" Läuferinnen.
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Gimmler huldigt Rydzek: "So krass, was Du da gemacht hast!"

Quelle: Eurosport

"Ich bin jetzt berühmt wegen eines Hundes, der über die Ziellinie gelaufen ist, und jetzt wollen alle mich interviewen. Es ist das erste Mal, dass ich überhaupt Interviews gebe", sagte Charalampidou . "Er hat die Kamera verfolgt, die an der Ziellinie auf- und abfährt. Er war süß und nicht aggressiv, also war alles in Ordnung."
Im Ziel beschnupperte er noch ein paar Läuferinnen, die allesamt nicht zum Favoritenkreis zählten. Die späteren Bronze-Gewinnerinnen Coletta Rydzek und Laura Gimmler erlebten den tierischen Besuch nicht.
Bleibt nur noch die Frage: Wer würde einen Sprint gewinnen - Olympia-Dominator Johannes Hösflot Kläbo oder doch Nazgul? "Klaebo, klar", sagte Rainer bestimmt. Der gewinnt schließlich alles. Der FIS-Strekcenchef denkt aber darüber nach, dem Hund beim nächsten Mal direkt eine Startnummer zu geben - und würde ihm auch eine Medaille für den Auftritt geben, "aber nur Bronze".
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Highlights: Gimmler und Rydzek erkämpfen Bronze im Teamsprint

Quelle: Eurosport


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