Olympia 2026 - Skilanglauf: Kläbo siegt auch über 50 km klassisch und schreibt mit sechster Goldmedaille Geschichte

Johannes Hösflot Kläbo hat bei Olympia 2026 mit seinem Sieg im Klassiker über 50 Kilometer im klassischen Stil Geschichte geschrieben. Der Norweger ist der erste Wintersportler, der sechs Goldmedaillen bei einer Olympia-Austragung holt. Insgesamt war es der elfte Gold-Coup für Kläbo, der damit seinen Rekord ausbaute. Martin Löwström Nyenget und Emil Iversen machten Norwegens Dreifachsieg perfekt.

Highlights: Kläbo bei norwegischem Dreifachsieg erneut unschlagbar

Quelle: Eurosport

"Ich finde keine Worte dafür", sagte Johannes Hösflot Kläbo nach seinem Triumph in einem brutal schweren Klassikrennen über 50 km, mit dem er sich zum absoluten König der Winterspiele krönte: "Jetzt bin ich so müde, dass ich mich nicht mehr wie ich selbst fühle."
Hinzu kam: Der Dominator war angeschlagen angetreten.
"Er hat gehustet und geröchelt und alles Mögliche", sagte seine Verlobte Pernille Dösvik im norwegischen TV, um dann nach der nächsten Gold-Gala kopfschüttelnd festzuhalten: "Der ist doch nicht ganz dicht."
Mit Ingwer, Knoblauch, Honig und Zitrone, so sein Vater Haakon, habe sich der Sohn selbst therapiert: "Er roch schon sehr stark."

Amundsen und Niskanen müssen aufgeben

Die erste dicke Überraschung des Rennens kam bei Kilometer 15. Sowohl Harald Östberg Amundsen, der als einer der stärksten Herausforderer für Kläbo galt, als auch der finnische Routinier Iivo Niskanen mussten aufgeben.
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Schock bei Kilometer 15: Mitfavorit Amundsen und Niskanen geben auf

Quelle: Eurosport

In der Folge bildete sich eine fünfköpfige Spitzengruppe mit Kläbo, dessen beiden norwegischen Teamkollegen Emil Iversen und Martin Löwström Nyenget sowie Victor Lovera (FRA) und Savelii Korostelev, der unter neutraler Flagge startete.
Die drei Norweger setzen sich schließlich ab, bauten ihren Vorsprung massiv aus. Kurz vor Schluss musste Iversen abreißen lassen.
Im Duell um Gold mit Nyenget setzte Superstar Kläbo schließlich am Zorzi-Hügel in seiner unnachahmlichen Art und Weise die entscheidende Attacke.
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König Kläbo exklusiv nach historischem Coup: "Es ist verrückt"

Quelle: Eurosport

Nach 2:06:44,8 Stunden war der historische Coup des größten Skilangläufers der Geschichte unter Dach und Fach. Nyenget hatte 8,9 Sekunden Rückstand, Iversen 30,7.

Notz schafft Top-Ten-Platzierung

Florian Notz lief ein starkes Rennen und war als ausgezeichneter Zehnter bester Deutscher (+6:29,2 Minuten).
Friedrich Moch belegte mit einem Rückstand von 9:44,8 Minuten Rang 20, Bruder Jakob Elias Moch wurde 36. (+17:00,0 Minuten).
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Das nächste Gold! Kläbo zieht weg und gewinnt auch 50-km-Klassiker

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Behle analysiert Kläbo: Noch besser als bei WM 2025

Kläbo sei in dieser Saison "nochmal das Nuancechen besser" geworden als vergangenes Jahr bei den Weltmeisterschaften, erklärte Eurosport-Experte Jochen Behle das Phänomen Kläbo. Der Rekordweltcupsieger könne "auf alles reagieren. Früh antreten, im Finale antreten, mitgehen, wenn Tempo gemacht wird."
Kläbo hatte schon vor drei Tagen mit Gold im Teamsprint die Bestmarke von US-Eisschnellläufer Eric Heiden eingestellt, der bei Olympia 1980 fünfmal ganz oben auf dem Treppchen stand.
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Highlights: Kläbo muss bis ins Ziel um Rekord-Gold kämpfen

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Begonnen hatte der goldene Beutezug des 29-Jährigen im Skiathlon, danach triumphierte er im Einzel-Sprint, über 10 km Freistil, in der Staffel und im Teamsprint.
Nun folgte bei den Kläbö-Festspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo die Krönung über 50 Kilometer.
Damit hat der Norweger den Gold-Sechserpack auf ein neues Niveau gehoben, nachdem ihm das Kunststück bereits vor einem Jahr bei den Heim-Weltmeisterschaften in Trondheim gelungen war.
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Olympia-Legenden: Heiden feiert Fünffach-Gold 1980

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Kläbo: Zahlen wie vom anderen Stern

Der Ausnahmeläufer hat seit Silber im 50-km-Rennen bei der WM 2023 in Planica alle zwölf Rennen in Serie bei großen Meisterschaften gewonnen.
Seit seinem vierten Platz über 15 km in Planica holte er in sämtlichen 15 Rennen Medaillen (14 Mal Gold, einmal Silber).
Mehr als sechsmal Olympia-Gold in einem Jahr haben nur im Sommer die beiden US-Schwimmer Michael Phelps (8/2008) und Mark Spitz (7/1972) gewonnen. Ebenfalls sechsmal Gold holten DDR-Schwimmerin Kristin Otto (1988) und Turner Witali Scherbo (1992).
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Highlights: Nächste Gold-Party von Kläbo im Teamsprint

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