Olympia 2026 in Mailand/Cortina - Langlauf-Stars um Kläbo von Russland-Trainer Sorin kritisiert: "Eine Art Erpressung"
Update 08/11/2025 um 12:00 GMT+1 Uhr
Russlands Trainer Egor Sorin hat Kritik an Gesamtweltcupsieger Johannes Kläbo geübt. Der hatte zuvor begrüßt, dass die russischen Sportlerinnen und Sportler für die Olympischen Spiele in Mailand (ab 6. Februar live bei Eurosport und discovery+) gesperrt bleiben. "Die Leute haben nach dieser Entscheidung geweint. Es war eine Tragödie für sie - aber er war glücklich darüber", sagte Sorin dem "NRK".
Johannes Kläbo bei der Nordischen Ski-WM 2025
Fotocredit: Getty Images
"Ich finde, das ist die richtige Entscheidung. Ich bin - und war schon lange - der Meinung, dass die Russen nicht zugelassen werden sollten, solange der Krieg in der Ukraine andauert. Wenn der Angriffskrieg gestoppt wird, ist das etwas anderes", hatte Kläbo zuvor ebenfalls dem "NRK" erklärt.
Das russische Team hat zwar beim internationalen Sportgerichtshof CAS Einspruch gegen die Entscheidung des Weltverbandes FIS eingelegt, an einen Erfolg glaubt man aber nicht.
"Sagen wir einfach: Wenn wir bei den Olympischen Spielen 2026 antreten dürfen, wäre das ein Wunder", wird Langläufer Saveliy Korostelev zitiert.
Er habe Kläbo bereits getroffen und sich bei den kurzen Gesprächen gut mit ihm verstanden. Sowohl das norwegische als auch das russische Team trainieren aktuell in Livigno.
Kläbo lehnt Olympia-Start von russischen Athleten ab
"Es ist ein zweischneidiges Schwert – man sagt das eine in einem Interview, aber hat sich uns gegenüber nie feindselig verhalten", sagte Korostelev.
Nach Meinung von Sorin habe sich die FIS bei ihrer Entscheidung dem Druck skandinavischer Nationen gebeugt. Kläbo hatte bereits Anfang September eine Startberechtigung russischer Athleten öffentlich klar abgelehnt.
Die Schwedin Linn Svahn sprach in dem Fall gar von einem möglichen Boykott.
"Rauben Athleten ihre Rechte"
"Es lief auf eine Art Erpressung hinaus. Wenn FIS die Russen zugelassen hätte, wäre Olympia boykottiert worden. Meiner Meinung nach ist das ungerecht und falsch", sagte Sorin.
"Sie rauben den Athleten ihre Rechte und die Möglichkeit, ihre Träume zu verwirklichen - Träume, auf die sie seit ihrer Kindheit hingearbeitet haben. Jetzt haben Athleten mit denselben Träumen unter anderem Korostelev die Chance genommen, teilzunehmen", fügte er hinzu.
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Quelle: Eurosport
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