Olympia 2026: Langläuferin Anja Weber übte heftige Kritik am Schweizer Skiverband - "Weder fair noch akzeptabel"

Die Olympischen Winterspielen in Mailand-Cortina sind für Langläuferin Anja Weber vorzeitig zu Ende: Die Schweizerin wurde für den Teamsprint der Frauen nicht nominiert. Die 24-Jährige übte heftige Kritik am Schweizer Skiverband und sprach von fehlender Transparenz und Fairness. Jetzt meldete sich der Verband nach der öffentlichen Empörung zu Wort und verteidiget die umstrittene Entscheidung.

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Quelle: Eurosport

Am Mittwoch stehen bei den Olympischen Spielen im Val di Fiemme die Teamsprints im Langlauf auf dem Programm.
Die Schweizer Teams können sich sowohl bei den Frauen, als auch bei den Männern Medaillenchancen ausrechnen - doch die Vorfreude wird durch Anja Webers offene Kritik deutlich getrübt.
Statt Weber wird Nadja Kälin an der Seite von Sprintspezialistin Nadine Fähndrich ins Rennen gehen. Und das, obwohl Weber bei der Weltmeisterschaft 2025 an der Seite Fähndrichs Bronze holte.
Auf Instagram schrieb Weber von einer Entscheidung, die "weder fair noch akzeptabel" gewesen sei.
Weber erklärte, dass die Teambewerbe für sie an erster Stelle kämen. Sie habe deshalb sogar auf das Skating-Einzelrennen über 10 Kilometer verzichtet, obwohl sie im Laufe der Saison "die stärkste Schweizer Athletin war."

Verband reagiert diplomatisch

Der Schweizer Skiverband "Swiss-Ski" reagierte mittlerweile auf die Kritik: "Wir verstehen die Enttäuschung von Anja Weber gut. Sie hat in den vergangenen Monaten starke Leistungen gezeigt und sich berechtigte Hoffnungen auf einen Startplatz im Teamsprint machen dürfen", erklärte Jürg Capol, Nordischer Direktor, dem Schweizer Nachrichtenportal "20 Minuten".
"Swiss-Ski will im Teamsprint mit den zwei aktuell besten Athletinnen am Start stehen. Die aktuellen Resultate sprachen für Nadja Kälin, die mit dem 4. Rang im Skiathlon und der zweitbesten Abschnittszeit in der Staffel überzeugt hat."

Schon wieder Stunk in der Schweiz

Bereits zu Beginn der Olympischen Spiele sorgte eine ähnliche Kontroverse in der Schweiz für Unruhe.
Abfahrer Niels Hintermann kritisierte öffentlich, dass sein Teamkollege Alexis Monney ohne Qualifikation für die Olympia-Abfahrt nominiert wurde.
Hintermann entschuldigte sich später für seine Wortwahl.
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Highlights: Norwegen mit Kläbo in der Staffel unangefochten

Quelle: Eurosport


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