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Lucas Bögl "liefert ab": Langläufer schöpfen Mut für die Staffel
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Publiziert 16/02/2018 um 10:29 GMT+1 Uhr
Lucas Bögl lieferte das bestes Ergebnis der Saison, Andreas Katz kämpfte wie ein Löwe: Die deutschen Skilangläufer haben beim olympischen Gold-Hattrick von Dario Cologna mit respektablen Resultaten neuen Mut für die Staffel am Sonntag geschöpft. "Besonders Luci hat heute eine engagierte Leistung gezeigt. Das ging in Ordnung und stimmt mich zuversichtlich", sagte Langlauf-Chef Andreas Schlütter.
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Bögl lag bei der Zwischenzeit nach 9,8 km im Freistilrennen über 15 Kilometer sogar auf dem neunten Rang, musste am Ende aber der schweren Strecke Tribut zollen und kam auf Platz 15 in Ziel. "Ich habe gut abgeliefert, denke ich. Wenn man bei Olympia die beste Leistung abruft, hat man vieles richtig gemacht", sagte der 27 Jahre alte Olympia-Debütant. "Rennkatze" Katz belegte den 25., Sprintspezialist Sebastian Eisenlauer den 32. Rang.
Bögl mit Kampfansage für Staffelrennen
Für die Staffel am Sonntag (7.15 Uhr MEZ) gab Bögl prompt eine Kampfansage aus. "Bis auf Norwegen hat hier keine Nation mehr als zwei sehr gute Leute dabei. Wir haben fünf Mann, die alle auf einem Niveau sind. Man kann definitiv mit uns rechnen. Nur eine einzige Medaille ist gebucht, und das ist Gold durch Norwegen", sagte Bögl.
Weil bis Sonntag auch der noch geschonte Jonas Dobler wieder fit sein soll und zudem Thomas Bing zuletzt voll überzeugte, rechnet sich auch Schlütter für die einzig realistische Medaillenchance der DSV-Männer etwas aus. "Die fünf sind sehr stabil. Das ist eine gute Voraussetzung für die Staffel", sagte Schlütter, der 2006 in Turin über die 15 Kilometer Siebter geworden war. Damals hatte Tobias Angerer Bronze geholt - von diesen Zeiten ist das DSV-Team derzeit allerdings weit entfernt.
Bögl fehlten im Ziel 1:20,8 Minuten auf den überragenden Schweizer Cologna, der als erster Skilangläufer der Geschichte zum dritten Mal in Folge über die gleiche Strecke Olympiasieger wurde. Für den 31-Jährigen war es insgesamt das vierte Gold, mehr haben im Männer-Skilanglauf nur die Norweger Björn Dählie (acht) und Thomas Alsgaard (fünf) gesammelt. Silber ging an den Norweger Simen Hegstad Krüger, der zum Auftakt im Skiathlon gesiegt hatte, vor Denis Spizow von den Olympischen Athleten aus Russland.
"Jetzt bin ich zusammen mit Simon Ammann der einzige Schweizer, der vier Goldmedaille hat. Ein bisschen Geschichte zu schreiben, ist nicht so schlecht", sagte Cologna: "Nach Vancouver und Sotschi hier erneut zu gewinnen, ist für mich ein Traum. Ich kann immer noch nicht glauben, dass ich es geschafft habe."
Im deutschen Lager richtete sich der Fokus derweil nach dem Rennen sofort auf die Frauen. Stefanie Böhler, Katharina Hennig, Victoria Carl und Sandra Ringwald haben am Samstag (10.35 Uhr MEZ) in der der Staffel die wohl größte Medaillenchance des gesamten Langlauf-Teams in Pyeongchang. Es wäre die perfekte Vorlage für die Männer. "Wir drücken den Mädels natürlich alle Daumen", sagte Schlütter.
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