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Tour de Ski: Victoria Carl lebt den deutschen Traum vom Podest - Olympiasiegerin geht ihre eigenen Wege
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Publiziert 02/01/2024 um 14:16 GMT+1 Uhr
Victoria Carl ist die neue Nummer eins im deutschen Skilanglauf - spätestens seit ihrem furiosen Sieg hat sich die 28-Jährige in der absoluten Spitzengruppe im Weltcup etabliert. Bei der Tour de Ski winkt der Olympiasiegerin als Gesamtzweite sogar das erste Podium einer deutschen Läuferin. Von ihrem Erfolg will sich Carl jedoch nicht blenden lassen und will weiter ihren eigenen Weg gehen.
Völlig fassungslos im Ziel: Carl triumphiert über zehn Kilometer
Quelle: Eurosport
Victoria Carl fasste an Neujahr einen eher ungewöhnlichen Vorsatz. Sie werde am ersten Ruhetag der Tour de Ski "sehr viel essen", sagte die Olympiasiegerin mit einem Grinsen, schließlich liegt eine dreitägige Schinderei hinter ihr.
Verdient hat sich die 28-Jährige eine kulinarische Belohnung allemal: Als Zweite der Gesamtwertung hat sich die Skilangläuferin pünktlich zum Saisonhöhepunkt in der Weltspitze etabliert.
Alle drei Stufen des Podests hat Carl in diesem Winter schon erklommen - nicht schlecht für eine, die vor der Saison noch nie auf dem Treppchen gestanden hatte.
Die Powerfrau aus Zella-Mehlis gibt sich dennoch weiter bescheiden: "Ich hoffe natürlich, dass es so weiter geht. Ich sage jetzt aber nicht, dass ich die Podestläuferin schlechthin bin. Ich will weiter konstant unter die Top 10 laufen."
Carl träumt von deutscher Tour-Prämie
Zumindest im deutschen Team ist Carl aber schon jetzt die neue Nummer eins. Dort hat sie Katharina Hennig abgelöst, mit der sie 2022 in Peking sensationell Gold im Teamsprint gewonnen hatte. Weil Hennig noch an Corona-Folgen leidet, sind die Rollen derzeit klar verteilt. Für Hennig ist das kein Problem. "Vici, du bist in der Form deines Lebens, und das hast du dir zu 100 Prozent verdient", schrieb sie bei Instagram.
Und so springt Carl eben in die Bresche - und wie. Nach drei von sieben Etappen darf sie vom ersten "Stockerl" für eine deutsche Läuferin bei der Tour träumen. "Es reißt nicht ab. Das neue Jahr fängt so an, wie das alte aufgehört hat", sagte Bundestrainer Peter Schlickenrieder stolz: "Vici beißt sich da oben auf dem Podium fest. So stellt man sich das vor, Chapeau, top, eine absolute Spitzenleistung."
In Toblach ließ Carl am Montag im Verfolger über 22 Kilometer mit einem Kraftakt die versammelte Konkurrenz aus Skandinavien hinter sich, einzig Weltcup-Spitzenreiterin Jessie Diggins war nicht zu schlagen. 47 Sekunden liegen in der Gesamtwertung nun zwischen der führenden Amerikanerin und Carl - wohl zu viel, um sogar den ganz großen Coup zu schaffen.
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Carl wimmelt Konkurrenz ab - Diggins krönt Meisterleistung
Quelle: Eurosport
Carl geht ihren eigenen Weg
Für den Erfolg geht Carl längst eigene Wege, auch bei der Tour. Während der Großteil des deutschen Teams erst am Dienstag in die Höhe von Davos reiste, packte Carl nach der dritten Etappe die Koffer und fuhr noch am Abend in die Schweiz. "Ich bin nicht so der Fan von Kurzanreisen, das schlaucht", sagte sie.
Immerhin hatte Carl so in der Schweiz einen ganzen Tag Zeit, um sich auf den Sprint am Mittwoch und das 20-Kilometer-Rennen 24 Stunden später vorzubereiten. Zu tun gab es schließlich genug. Essen zum Beispiel.
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(SID)
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Ganz starkes Finish! Carl läuft über 10 Kilometer aufs Podest
Quelle: Eurosport
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