Tour de Ski: Victoria Carl meldet sich mit Platz vier zurück, Astrid Öyre Slind besiegt Therese Johaug

Victoria Carl hat sich nach ihrem schwachen Start in die Tour de Ski stark zurückgemeldet und ist auf der dritten Etappe nur knapp am Podest vorbeigelaufen. Die Thüringerin wurde beim Freistilrennen über 20 km in Toblach Vierte und egalisierte ihr bestes Saisonergebnis. Carl lag 27,8 Sekunden hinter der Norwegerin Astrid Öyre Slind, die ihre Landsfrau Therese Johaug um 3,3 Sekunden besiegte.

Victoria Carl

Fotocredit: Getty Images

Dritte wurde die Finnin Kerttu Niskanen, die 7,5 Sekunden vor Carl lag.
Victoria Carl lag erschöpft im Schnee, sie atmete schwer, dann streckte sie lachend die Zunge heraus: Mit Rang vier auf der längsten Etappe der diesjährigen Tour de Ski hat die Langlauf-Olympiasiegerin für das erste deutsche Top-Ergebnis beim Höhepunkt der Weltcup-Saison gesorgt. "Ich bin super zufrieden, es hat heute einfach alles gepasst", sagte die 29-Jährige in der "ARD".
Carl fehlten in Toblach nach 20 Kilometern im Kampf gegen die Uhr nur 7,5 Sekunden zum ersten Podestplatz des Winters, in der Gesamtwertung kletterte sie nach drei von sieben Etappen vom 23. auf den zehnten Rang.
"Am Ende habe ich um jede Sekunde gekämpft. Ich konnte mich wieder ein Stück nach vorne arbeiten, das macht Mut. Ich merke, dass ich immer besser ins Rennen komme", sagte die Thüringerin.

Diggins weiter Gesamtführende

Bei den Zwischenzeiten nach 2,1 und 5,6 Kilometern hatte Carl sogar geführt, ehe sie noch etwas an Boden verlor. "Es ist wieder die Holzmedaille - aber Vici hat das Zeug, ganz oben zu stehen. Vielleicht heben wir uns das einfach für die WM auf", sagte Teamchef Peter Schlickenrieder.
Nicht zu schlagen war nach 48:54,9 Minuten Astrid Öyre Slind aus Norwegen, die Topstar Therese Johaug auf Rang zwei verwies. In der Gesamtwertung bleibt Titelverteidigerin Jessie Diggins (USA) vorne.

Auch Moch im Aufwärtstrend

Auch bei den deutschen Männern ging es nach dem schwachen Start bergauf: Friedrich Moch, Überraschungszweiter des Vorjahres, kam am Silvestertag auf den zwölften Platz und erreichte damit sein drittbestes Saisonergebnis. In der Gesamtwertung stieß er vom 41. auf den 22. Platz vor.
"Es war ein ziemlich harter Wettkampf. Vor allem bergauf habe ich mich heute richtig stark gefühlt", sagte der 24 Jahre alte Allgäuer, der 1:07 Minuten hinter Tagessieger und Titelverteidiger Harald Östberg Amundsen (Norwegen) das Ziel erreichte. "Ich hoffe, dass es weiter aufwärts geht", sagte Moch weiter.
Am Neujahrstag finden zum Abschluss der ersten Tour-Station in Südtirol Verfolgungsrennen statt. Ab Freitag geht es dann für die letzten drei Etappen nach Val di Fiemme, dem Schauplatz der olympischen Langlauf-Wettbewerbe 2026.
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(SID)
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Beeindruckendes Finish: Amundsen skatet zum Sieg in Toblach

Quelle: Eurosport


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