Ukraine-Krieg: Therese Johaug schießt nach Kritik wegen Weltcup-Ausschluss gegen Russland-Präsidentin zurück

Olympiasiegerin Therese Johaug hat die Vorwürfe der Präsidentin des russischen Skiverbandes gekontert. "Sie kann behaupten, was sie will", sagte 33 Jahre alte Norwegerin gegenüber der Zeitung "Verdens Gang". Yelena Välbe hatte Johaug und die norwegischen Verantwortlichen in Folge des Ausschlusses russischer Athleten aus dem Langlauf-Weltcup wegen Russlands Invasion in die Ukraine attackiert.

Skilanglauf-Star Therese Johaug

Fotocredit: Imago

"Es ist klar, dass der ganze Sturm gegen uns in Norwegen von einem der FIS-Mitglieder ausgelöst wurde. Das war einfach falsch und nicht korrekt. Er hat Athleten dazu gezwungen, einen Wettkampf gegen Russen abzulehnen", hatte die 53 Jahre alte Funktionärin gegenüber "Sport24" behauptet.
Nun reagierte Johaug auf die Vorwürfe und verteidigte den Ausschluss russischer Athletinnen und Athleten aus dem Weltcup. "So lange der Krieg andauert, ist es denke ich nicht in Ordnung", sagte sie.
Zudem hatte Välbe die Norwegerin selbst angegriffen. Nach dem Rennen in Lahti Ende Februar über die 10 Kilometer herzte Johaug ihre russische Kontrahentin im Ziel. "Wenn ich sehe, dass eine norwegische Läuferin Natalia Nepryaeva nach dem Rennen umarmt und dann abends ein Interview gibt, in dem sie sagt, sie weigere sich, gegen Russen anzutreten - das lässt vermuten, dass ihre Vorgesetzten sie dazu gezwungen haben", sagte Välbe.
Johaugs Manager Jorn Ernst widersprach Välbe: "Sie spricht auf Eigeninitiative und hat eine eigene, unabhängige Meinung." Auch Johaug selbst stellte gegenüber "Verdens Gang" nun klar, zu keiner Aussage gedrängt worden zu sein.
Die norwegische Skilanglauf-Königin hatte ihre Karriere nach der abgelaufenen Saison beendet.
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Tränen zum Abschied: Superstar Johaug gewinnt ihr letztes Rennen

Quelle: Eurosport

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