Nordische Ski-WM 2023 - Rosie Brennan kritisiert Berichterstattung in Planica: "Wird den Sport töten"

US-Langlauf-Star Rosie Brennan hat die negative Berichterstattung vieler Medien bei der Nordischen Ski-WM in Planica scharf kritisiert. "Der Sport ist dazu da, uns auf eine gute Art und Weise herauszufordern und die Menschen zusammenzubringen", schrieb die 34-Jährige auf Instagram. Wenn man sich aber nur auf das Negative konzentriere, verliere man "den ganzen Zauber, und das wird den Sport töten".

Bitterer Sturz: Brennan muss Medaillenträume früh begraben

Quelle: Eurosport

Brennan bezog sich bei ihrer Kritik auf einen bestimmten Vorfall in Planica. Die US-Amerikanerin war im Skiathlon gestürzt und musste ihre Medaillenträume früh begraben. Am Ende reichte es nur zu Rang 19, Gold holte die Schwedin Ebba Andersson.
Nach dem Rennen sei sie von so gut wie jedem Medienvertreter angesprochen worden, berichtete Brennan.
"Die meisten taten ihr Bestes, um mich dazu zu bringen, etwas Schlechtes über die Strecke oder die Organisatoren oder irgendetwas Negatives zu sagen, anstatt sich auf die Tatsache zu konzentrieren, dass ich nicht aufgegeben habe", erzählte die dreimalige Weltcupsiegerin.
Sie könne zwar verstehen, dass ihr Sturz ein Thema für die Medien sei, so Brennan, allerdings wurde ihr das Ausmaß zu viel.

Brennan: "Medienberichterstattung ruiniert den Sport"

"Ich habe Weltcups gewonnen und stand auf dem Podium, aber ich bin nur sehr selten angehalten worden, um mit den Medien zu sprechen", erklärte die 34-Jährige. Schließlich sei sie auch noch gefragt worden, "ob Norwegen den Sport ruiniert, weil es zu oft gewinnt. Erstens hat gestern keine Norwegerin gewonnen, also lautet die kurze Antwort: Nein. Aber zweitens, und das ist noch wichtiger, denke ich, dass es die Medienberichterstattung ist, die den Sport ruiniert."
Menschen schauten Sport, "um sich inspirieren zu lassen, motiviert zu werden und in einer manchmal düsteren Welt positive Dinge zu sehen", ist sich Brennan sicher: "Ich bin für die inspirierenden Geschichten und aufbauenden Momente, die bei jedem Sportereignis passieren."
Ex-Langlauf-Star Therese Johaug konnte die Kritik der US-Amerikanerin nachvollziehen. Die Norwegerin meinte gegenüber dem "NRK": "Sie ist eine gute Läuferin und hat Weltcup-Rennen gewonnen. Wenn du als Athletin merkst, dass du mehr Aufmerksamkeit bekommst, wenn ein Ski bricht und Leute negative Dinge sagen, kann das schon ein bisschen nerven."
Auch US-Kollegin Jessie Diggins, frischgebackene Weltmeisterin über 10 km Freistil, pflichtete Brennan in den Kommentaren bei: "Gut gesagt. Dein Herz und dein Wille, niemals aufzugeben, sind der Grund, warum wir so stolz sind, deine Teamkolleginnen zu sein!"
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"Wie ausgebremst!" Weltmeisterin Andersson stürzt in Abfahrt

Quelle: Eurosport

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