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Bei der Skiflug-WM am Kulm haben sich alle deutschen Springer qualifiziert
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Publiziert 14/01/2016 um 14:38 GMT+1 Uhr
Angeführt von Severin Freund gehen am Freitag alle fünf DSV-Adler bei der Skiflug-WM am Kulm an den Start. Neben dem gesetzten Trio aus Titelverteidiger Freund (Rastbüchl), Richard Freitag (Aue) und Andreas Wellinger (Ruhpolding) überstanden auch Andreas Wank (Hinterzarten) und Stephan Leyhe (Willingen) die Qualifikation in Bad Mitterndorf/Österreich.
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Freund zeigte in der Qualifikation mit 206,5 m den weitesten Flug des deutschen Teams, der Niederbayer lag damit auch vor seinem Dauer-Rivalen Peter Prevc (188,5 m). Der slowenische Gewinner der Vierschanzentournee hatte zuvor allerdings beide Trainingsdurchgänge gewonnen und dort mit 235,5 m auch den weitesten Sprung des Tages gezeigt.
"In der Qualifikation wollte Prevc wohl Schanzenrekord springen, da hat er es etwas übertrieben. Aber so ehrlich muss man sein: Er ist noch immer der Beste", sagte Bundestrainer Werner Schuster. Der Tournee-Zweite Freund "sollte bei der Medaillenvergabe ein Wörtchen mitreden können", so Schuster: "Er macht einen extrem positiven Eindruck, ist innerlich ruhig und verbreitet keinen Stress."
Leyhe im Glück
Viel Glück hatte Leyhe, der in der Luft nur mit Mühe einen Sturz verhinderte und mit 137,5 m soeben den Sprung in den Wettbewerb schaffte. Auch Wellinger (166,0 m) wackelte bei wechselhaften Bedingungen kurz nach dem Absprung bedenklich. "Das war gar nicht so ungefährlich. Ich hoffe, dass ich das das letzte Mal gesehen habe. Zum Glück sind alle auf den Beinen aufgekommen", sagte Schuster. Überraschend ausgeschieden ist der polnische Doppel-Olympiasieger Kamil Stoch (134,5 m).
Prevc hatte am Vormittag mit Flügen auf 225,0 und 235,5 m beide Trainingsdurchgänge gewonnen, im zweiten Sprung blieb er nur zwei Meter unter Freunds Schanzenrekord aus dem Vorjahr. Der Niederbayer belegte im Training die Ränge acht und vier.
Die Qualifikation gewann der Norweger Anders Fannemel mit einem Sprung auf 233 Meter.
Vorspringer Müller stürzt schwer
Überschattet worden war die WM schon am Mittwoch von einem schweren Sturz des Österreichers Lukas Müller. Bei dem 23-Jährigen hatte sich kurz vor der Landung der linke Ski gelöst, nach dem Sturz wurde Müller auf die Intensivstation gebracht. "Er hat eine Fraktur im unteren Halswirbelbereich erlitten. Sein Zustand ist stabil, er ist bei Bewusstsein", sagte Österreichs Teamarzt Jürgen Barthofer.
Die Titelkämpfe beginnen am Freitag (13.00 Uhr/Eurosport) mit den ersten zwei von insgesamt vier Durchgängen. Die Entscheidung fällt am Samstag, am Sonntag folgt zudem der Teamwettbewerb.
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