Vierschanzentournee: Felix Hoffmann kämpft in Bischofshofen um Podest - Eisenbichler blickt auf Domen Prevc und Co.

In Bischofshofen kommt es zum Schlussakt der 74. Vierschanzentournee. Domen Prevc greift auf der Paul-Außerleitner-Schanze scheinbar uneinholbar nach dem Gesamtsieg, der Kampf um das Podest ist derweil noch in vollem Gang. Unter den Anwärtern befindet sich auch der Deutsche Felix Hoffmann, dem Eurosport-Experte Markus Eisenbichler noch Chancen einräumt - so blickt der Insider auf den Showdown.

Eisenbichler exklusiv "In Bischofshofen ist schon viel passiert"

Quelle: Eurosport

"Die Hoffnung stirbt zuletzt", blickte Eurosport-Experte Markus Eisenbichler auf die Ausgangssituation der deutschen Skisprung-Hoffnung Felix Hoffmann beim letzten Höhepunkt der Vierschanzentournee 2025/26 in Bischofshofen (5./6. Januar, ab 16:30 Uhr live und on-demand bei discovery+).
"Er muss einfach bei sich bleiben und sichergehen, dass sein Sprung passt und er ins Fliegen kommt", erklärte der sechsmalige Weltmeister. "Dann ist vieles drin, in Bischofshofen ist schon viel passiert."
Während der slowenische Überflieger Domen Prevc 895,8 Punkte auf dem Konto und einen Vorsprung von 41,4 Punkten in der Gesamtwertung auf den Zweitplatzierte Jan Hörl (854,4) hat, liegen letzterer sowie Stephan Embacher (3./854,1) und Innsbruck-Sieger Ren Nikaido (4./841,7) noch in Schlagdistanz von Hoffmann (5./840,4).
"Die anderen müssen auch erst einmal zwei gute Wettkampfsprünge herunterbringen", hob Eisenbichler hervor. "Der Sieg wird sich nicht mehr ausgehen, aber ich würde hoffen, dass er am Ende der Tournee auf Platz zwei oder drei steht. Aber die Konkurrenz ist natürlich hart."

Ein letztes Mal die Stärken ausspielen

Bevor es am Dienstag um die letzten Punkte der Tournee geht, steht am Montagnachmittag noch die Qualifikation auf dem Programm (ab 16:30 Uhr im Liveticker bei Eurosport.de). An beiden Tagen lautet die Devise: Ein letztes Mal die eigenen Stärken ausspielen.
"Felix traue ich viel zu, er ist auf einem sehr stabilen und hohen Niveau. Er muss einfach so weitermachen und nicht überlegen, wie er es noch aufs Podium schaffen kann", so Eisenbichler. "So kann er auch in Bischofshofen mit seiner Flugqualität und seinem harmonischen Absprung vorne mitmischen."
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Auch dessen Teamkollegen Philipp Raimund (7./814,0) könnte laut dem Tournee-Zweiten von 2018/19 im Wettkampf noch einmal um eine Top-Platzierung kämpfen. "Bischofshofen liegt ihm auch sehr, er trifft die Kante meist gut, vielleicht sogar eher zu früh, die Schanze kommt ihm da entgegen", unterstrich er.
Zu den Sorgenkindern der Tournee zählen derweil Andreas Wellinger (36./323,7) und Karl Geiger (44./222,1), die beim Großereignis kein einziges Mal im zweiten Durchgang eines Wettkampfes standen.
"Karl Geiger und Andreas Wellinger drücke ich die Daumen, man sieht, dass es in kleinen Schritten vorangeht", sprach Eisenbichler seinen ehemaligen Teamkollegen Mut zu. "Wellinger hat den zweiten Durchgang nur durch einen verrutschten Telemark knapp verpasst. Bischofshofen kann er und mag er, ich hoffe, dass beide in die Punkte kommen."

Eisenbichler: "Wenn Prevc keinen Fehler macht ..."

An der Spitze werden hingegen keine Änderungen mehr erwartet. "Wenn Domen keinen Fehler macht, dann ist er wohl unschlagbar", zeigte sich Eisenbichler sicher. "Behält er wie bisher den Fokus, macht ihm keiner den goldenen Adler streitig."
Die Paul-Außerleitner-Schanze scheint dabei wie gemacht für einen dritten Tagessieg des 26-Jährigen: Der Anlauf ist sehr flach, im Vergleich zu den anderen Schanzen ist auch der Radiusdruck weniger spürbar.
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"Man hat sehr viel Zeit zum Nachdenken, das verleitet die Springer dazu, spät dran zu sein beim Absprung", mahnte Eisenbichler. Gelingt ein sauberer Übergang in die erste Phase, "dann ist es eine echte Fliegerschanze. Wenn alles normal läuft, wird wohl Domen siegen."
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Quelle: Eurosport


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