Vierschanzentournee - Halvor Egner Granerud kritisiert Tournee-Veranstalter in Innsbruck scharf: "Echt beschissen"
VonNiklas Bien
Update 05/01/2026 um 09:31 GMT+1 Uhr
Halvor Egner Granerud ist beim Springen der Vierschanzentournee in Innsbruck bereits im ersten Durchgang ausgeschieden - und machte nach dem Wettkampf die Tournee-Veranstalter dafür verantwortlich. Der zweifache Gesamtweltcupsieger sei nach dem Probedurchgang im Aufzug stecken geblieben. Das Ganze sei für den Norweger besonders ärgerlich gewesen, weil zudem seine Schuhtasche verlegt worden sei.
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Quelle: Eurosport
Granerud war nach dem verpatzten dritten Springen der Vierschanzentournee kaum zu bremsen. "Ich hoffe, dass sie nächstes Jahr keine Bewerbe mehr hier veranstalten dürfen. Das geht so nicht, das ist echt beschissen", polterte der 29-Jährige im Interview mit "Viaplay".
Beim Triumph des Japaners Ren Nikaido spielte der Tournee-Sieger von 2023 nur eine Nebenrolle. Als 31. schied Granerud nach dem ersten Durchgang aus. Wohl auch, weil die Vorbereitung auf seinen Sprung im ersten Durchgang alles andere als ideal ablief.
Auf dem Weg in den Schanzenturm sei Granerud eine halbe Stunde im Aufzug steckengeblieben und habe dabei noch seine Sprungausrüstung aus dem Probedurchgang angehabt.
Auch dafür machte der Norweger die Veranstalter in Innsbruck verantwortlich: Die Verantwortlichen hätten die Tasche mit seinen Straßenschuhen verlegt, so Granerud.
Granerud denkt über Verzicht nach
"Es ist lange her, dass sich mein Körper so beschissen angefühlt hat wie jetzt", sagte der Gesamtweltcupsieger von 2021 und 2023 gegenüber "NRK": "Hätte ich meine Schuhe gehabt, wäre das eine Sache - aber 35 Minuten lang in Sprungschuhen festzusitzen, weil sie meine Schuhtasche verloren haben, war das Hauptproblem."
Nach der langen Wartezeit im Aufzug - die neben Granerud unter anderem auch den Tageszwölften Philipp Raimund betraf - habe er nur noch eine kurze Aufwärmphase gehabt.

2023 triumphierte Halvor Egner Granerud bei der Vierschanzentournee.
Fotocredit: Getty Images
Der Veranstalter äußerte in Person von Tournee-Pressesprecher Ingo Jensen zwar sein Bedauern, trotzdem wünschte Granerud den Verantwortlichen am Sonntag "alles Schlechte" und dachte bei "Viaplay" laut über Konsequenzen nach.
"Ich habe diesen ganzen Ort hier so satt. Ich frage mich, ob ich nächstes Jahr, wenn ich nicht um den Tournee-Sieg kämpfe, einfach die Gelegenheit nutze und auf den Bewerb hier verzichte", sagte Granerud. Vor dem finalen Springen in Bischofshofen (Dienstag ab 16:30 Uhr bei Eurosport, im Stream bei discovery+ oder im Liveticker) steht der einstige Tournee-Sieger auf dem 34. Platz.
Entschuldigung via Instagram

Halvor Egner Granerud meldete sich am Sonntag über seine Instagram-Story.
Fotocredit: Instagram
Noch am Sonntagabend fing der 29-Jährige seine Aussagen indes wieder ein. "Ich habe heute im Interview etwas überdreht, ich wünsche dem Veranstalter nichts Böses. Entschuldigt bitte die Äußerung", schrieb Granerud in seiner Instagram-Story.
Am Montag hat der Norweger in der Qualifikation in Bischofshofen (ab 16:30 Uhr bei Eurosport, im Stream bei discovery+ oder im Liveticker) die Möglichkeit, für sportliche Schlagzeilen sorgen.
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Eisenbichler exklusiv "In Bischofshofen ist schon viel passiert"
Quelle: Eurosport
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